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Tatort Campingplatz Lügde

Mitglieder des Lügde-Untersuchungsausschusses "fassungslos"

Marc Lürbke

„Ich bin fassungslos“: So kommentiert der Paderborner FDP-Landtagsabgeordnete Marc Lürbke die ersten Zeugenbefragungen im Untersuchungsausschuss zum massenhaften Kindesmissbrauch in Lügde. Im Zeugenstand waren heute ein Mitarbeiter und der Chef der AWO in Höxter.              

Die Familienhilfe der AWO Höxter besuchte den Haupttäter Andreas V. mehrfach auf dem Campingplatz in Lügde. Der AWO-Mitarbeiter sagte wörtlich: „Da stand kein Schild an der Tür, auf dem stand: Ich habe Sex mit Kindern.“ Er selbst habe den Eindruck gehabt, dass der Umgang des Mannes mit dem ihm anvertrauten Pflegekind vertrauensvoll sei. In so einer Umgebung müsse zwar ein Kind nicht leben, es habe aber nicht nach Kindeswohlgefährdung ausgesehen.

Die AWO war vom Jugendamt Hameln-Pyrmont beauftragt worden. Das hatte dabei offenbar verschwiegen, dass der vorherige Träger schon von einer Vernachlässigung ausging. Ausschussmitglied Lürbke kann nicht verstehen, warum der Informationsfluss so schlecht lief.