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Opfer wird zum Täter

Im Missbrauchsfall von Lügde hat die Paderborner Staatsanwaltschaft jetzt Anklage gegen ein Opfer erhoben. Der 16-Jährige ist demnach selbst zum Täter geworden.

Ende Oktober soll die Gerichtsverhandlung in dem Fall in Paderborn beginnen. Der Junge aus dem Kreis Paderborn soll im Alter von zehn Jahren bereits von dem Steinheimer Mario S., einem der Angeklagten im Lügde-Prozess, missbraucht worden sein. Der Missbrauch an ihm soll in einem Steinheimer Keller, auf dem Campingplatz und in einem Baumarkt passiert sein.

Anwalt Thorsten Fuest vertritt das 16-jährige Opfer, das jetzt auch zum Täter geworden sein soll. Das was er selbst erlebt habe, habe er später auch an anderen Kindern praktiziert. Er sei so sozialisiert worden. Der Polizei hat er demnach die Taten bereits gestanden, bestätigt Fuest im Gespräch mit Radio Hochstift.