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Christina Hüllweg
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Kritik an Textilsiegel "Grüner Knopf"

Quelle: Bundesentwicklungsministerium

Das neue Textilsiegel „Grüner Knopf“ stößt bei der gemeinnützigen Paderborner Gesellschaft „cum ratione“ auf Kritik. Das staatliche Siegel für fair hergestellte Textilien gilt seit heute.

An dem Siegel sollen Verbraucher erkennen können, ob die Textilarbeiter den staatlichen Mindestlohn bekommen. „Cum ratione“ hält die Vorgaben teilweise für zu schwammig. Zum Beispiel seien Mindestlöhne oft weit entfernt von den Löhnen, die zum Leben reichen würden. Außerdem gelten die geforderten ökologischen und sozialen Standards des Siegels nur für bestimmte Teile der Produktionskette. In seiner jetzigen Form könnten Verbraucher nicht darauf vertrauen, dass der „Grüne Knopf" wirklich für faire Kleidung stehe, bemängeln die Paderborner. Außerdem prangert die Gesellschaft auch die Kontrollmechanismen an. Der „Grüne Knopf" könne darum nur Teil einer größeren Strategie sein.