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Schlechtes Gefühl bleibt

„Es bleibt etwas, das ein schlechtes Gefühl hinterlässt“ – mit diesen Worten hat eine Richterin am Paderborner Landgericht gestern einen Prozess gegen einen Sextäter geschlossen. Ein 22-jähriger Mann ist zu fast zwei Jahren Haft verurteilt worden, weil er sich übers Internet an junge Mädchen herangemacht hatte.

Der Lippstädter sitzt wegen ähnlicher Delikte aktuell in Jugendhaft und muss da jetzt nochmal 23 Monate dranhängen. Vor dem Paderborner Landgericht beteuerte, er sich geändert zu haben. Das konnte ihm die Richterin offenbar nicht ganz abnehmen – die Staatsanwältin drohte dem Verurteilten auch an, dass er beim nächsten Mal mit Sicherungsverwahrung rechnen müsse.

Der 22-Jährige hatte übers Internet Kontakt zu jungen Mädchen aufgenommen. Auf perfide Art und Weise überredete er sie, ihm intime Fotos und Videos zu schicken. Dann nutzte er die Bilder, um die Mädchen zu erpressen – eine 13-Jährige zwang er zum Sex. Die Nebenklage sprach von „systematischem hochmanipulativem Verhalten.“