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Bewährungsstrafe für "Sprengstoffstudent"

Ein Student aus Paderborn-Sande hat vom Amtsgericht Paderborn eine Bewährungsstrafe erhalten. Er hatte eine große Menge Chemikalien in seiner Wohnung gelagert und sie als explosive Mischung zusammengerührt. Das Gericht brummte ihm darum eine viermonatige Bewährungsstrafe auf. Außerdem muss er eine Geldstrafe von 1.200 Euro zahlen. Der 21-Jährige vertrat sich vor Gericht selbst. Ein Anwalt war ihm zu teuer.

Im vergangenen Jahr waren in seiner Wohnung in Paderborn-Sande rund zehn Kilo Chemikalien gefunden worden. Einige davon waren hochexplosiv und illegal. Selbst angerührt habe er den Sprengstoff aber nicht, behauptete er vor Gericht. Jemand anderes müsse dafür in seine Wohnung eingebrochen sein, so der 21-Jährige. Wer, wisse er nicht.

Im Rahmen seines Chemiestudiums hatte sich der Student in seiner Wohnung ein eigenes Labor eingerichtet, die Chemikalien darin waren laut ihm aber harmlos. Bei einer Durchsuchung konnte die Polizei den Sprengstoff aber identifizieren, sicherstellen und anschließend kontrolliert sprengen. Seine Vermieterin wusste bis zum Eintreffen der Polizei nichts vom Hobby des Angeklagten.

Hier findet ihr die Hintergründe und weitere Infos zum Fall.