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Christina Hüllweg
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Zwei Jahre auf Bewährung nach Kugelschreiber-Angriff in Haaren

Der beinahe tödliche Schuss mit einer Kugelschreiber-Pistole in einer Kneipe in Bad Wünnenberg-Haaren ist juristisch aufgearbeitet. Ein Paderborner Schöffengericht hat den Angeklagten zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt - unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung und verbotenen Waffenbesitzes.

Außerdem muss er dem Opfer 15.000 Euro Schmerzensgeld zahlen. Ein Grund für das eher milde Urteil ist, dass der Angeklagte selbst sofort einen Rettungswagen rief. Im März sprachen er und sein späteres Opfer in der Kneipe in Bad Wünnenberg-Haaren über politische Themen. Dabei fühlte sich der 64-Jährige offenbar provoziert, sodass er seine selbst gebastelte Kugelschreiber-Pistole zog und schoss. Wie er im Prozess aussagte, habe er nur für Ruhe sorgen wollen. Die Kugel traf das Opfer aber in den Hals.

Der Mann überlebte nur dank einer Notoperation in einer Münsteraner Spezialklinik. In der Wohnung des Angeklagten fand die Polizei mehrere Waffen – unter anderem eine Übungs-Handgranate.