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Andreas Grunwald
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Großbrand in der Stadtheide ab heute wieder vor Gericht

Ein Großbrand in einem Mehrfamilienhaus in Paderborn vor gut zwei Jahren soll ab heute am Landgericht juristisch bewertet werden. Ein 30-jähriger Mann soll das Feuer in seiner Wohnung selbst gelegt haben. Laut Anklage wollte er sich das Leben nehmen.

Deshalb soll er in einem Abstellraum Gegenstände in Brand gesetzt haben. Die Flammen zerstörten die komplette Dachgeschosswohnung und den Dachstuhl des Hauses in der Paderborner Stadtheide. Die Feuerwehr fand den Mann bewusstlos. Wegen lebensgefährlicher Verletzungen kam er in eine Göttinger Spezialklinik. Ein Übergreifen des Feuers auf andere Wohnungen in dem Mehrfamilienhaus konnten die Einsatzkräfte verhindern. Der Schaden wurde damals auf rund 100.000 Euro geschätzt. Der Prozess war schon Ende März gestartet. Die Paderborner Richter beauftragten dann aber zunächst einen psychiatrischen Gutachter, den Beschuldigten zu untersuchen, ob er möglicherweise schuldunfähig war.