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Philipp Finkelmeier
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Prozessauftakt zum Mord in Schloß Neuhaus

Im Mordprozess am Paderborner Landgericht hat die Ehefrau des Opfers aus Schloß Neuhaus ausgesagt. Die 47-Jährige kam zusammen mit einer psychosozialen Prozessbegleiterin und schilderte die Minuten, in denen ihr Mann im Juni getötet wurde.

Die Frau aus Paderborn-Schloß Neuhaus kämpfte mehrfach mit den Tränen, wirkte insgesamt aber gefestigt. Der Angeklagte sei am Tatmorgen in das Schlafzimmer der Eheleute gekommen. Er sei betrunken gewesen und habe Drohungen ausgesprochen. Dann habe er auf ihren Ehemann eingestochen. Außerdem sei er über das Bett gekrabbelt und habe versucht, auch sie mit dem Messer zu verletzen. Bei einem Gerangel habe er sie gebissen.

Der angeklagte Cousin des Opfers entschuldigte sich bei der 47-Jährigen. Er wisse nicht, warum er das getan habe. Der Mann ist schwerer Alkoholiker. Er wurde schon mal zu einer Bewährungsstrafe verurteilt, weil er in Lünen eine frühere Geliebte und deren Sohn mit einer Pistole bedroht hatte.