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Philipp Finkelmeier
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Prozess um Mord in Schloß Neuhaus: zweiter Stich war tödlich

Symbolbild

Im Prozess um die Bluttat im Juni in Schloß Neuhaus hat am Paderborner Landgericht ein Gerichtsmediziner ausgesagt. Demnach hatte das 50-jährige Opfer bei der Messerattacke keine Überlebenschance. Sein Cousin ist wegen Mordes angeklagt. 

Der erste Messerstich in die Brust war noch nicht tödlich, so der Gerichtsmediziner. Der zweite traf aber eine Vene am Schlüsselbein. Den Mann dann noch zu retten, sei nahezu unmöglich gewesen. Dessen Sohn hatte noch versucht, die starke Blutung zu stillen.

Der Angeklagte war über eine offene Terrassentür in die Wohnung des Opfers in Paderborn-Schloß Neuhaus gelangt. Die Ehefrau des Getöteten sagte aus, sie selbst habe die Tür an dem Morgen geöffnet – um durchzulüften. Kurz darauf habe der 60-Jährige im Schlafzimmer gestanden und auf ihren Ehemann eingestochen.

Er sei stark betrunken gewesen und habe gedroht, beide umzubringen, weil sie schuld an seinem verkorksten Leben seien. Der Prozess geht übermorgen (Freitag) weiter.