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Paderborner Staatsanwältin verurteilt

Eine Paderborner Staatsanwältin ist per Strafbefehl zu zehn Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden. Sie soll eine Ermittlungsakte nachträglich manipuliert und andere Fälle nicht bearbeitet haben. Mittlerweile hat die Beamtin gekündigt.

Bei der manipulierten Akte ging es um Ermittlungen rund um einen Saunaklub in Bad Lippspringe. Ein Anwalt beschwerte sich, weil ein beschlagnahmtes Auto noch nicht wieder herausgegeben worden war. Um ihre Nachlässigkeit zu verschleiern, fügte die Paderborner Staatsanwältin nachträglich einen vordatierten Vermerk in die Akte ein. Darin ordnete sie die Herausgabe des Wagens an. Bei daraufhin angeordneten Durchsuchungen in der Paderborner Behörde und der Wohnung der Beamtin fielen weitere Versäumnisse auf. Vermutlich war sie mit ihren Aufgaben überfordert. Die Staatsanwältin wurde in die Bielefelder Anklagebehörde versetzt, später gab sie den Job auf.