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Täter im Pausenbrot-Fall soll Schadensersatz zahlen

Der Fall der vergifteten Pausenbrote in Schloß Holte-Stukenbrock kommt noch einmal vor Gericht. Der zu lebenslanger Haft verurteilte Täter (Foto) soll den Familien von zwei Opfern Schadensersatz und Schmerzensgeld zahlen. Es geht kommende Woche Dienstag am Bielefelder Arbeitsgericht um insgesamt 500.000 Euro.

Die Eltern eines Mannes, der durch die Folgen der vergifteten Pausenbrote gestorben ist, und ein überlebender Arbeitskollege des Täters verlangen jeweils 250.000 Euro. Der wegen versuchten Mordes verurteilte Mann hatte einigen seiner Kollegen immer wieder Gift auf ihre Brote gestreut und in Getränke geschüttet.

Zwei Opfer erlitten dauerhafte Nierenschäden, ein junger Mann lag jahrelang im Wachkoma und starb später. Laut Urteil im Strafprozess waren die benutzten Substanzen giftiger als Kampfstoffe im ersten Weltkrieg.

Das Motiv des Täters ist weiterhin rätselhaft. Ein Gutachter vermutete, er wollte die Wirkung der Gifte wie bei einem Tierversuch beobachten.