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Verena Hagemeier
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Pausenbrot-Täter soll Schadenersatz zahlen

Der Täter im Fall der vergifteten Pausenbrote von Schloss Holte-Stukenbrock steht ab heute wieder vor Gericht. Er ist im Strafprozess vor über einem Jahr zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Die Familien von zwei Opfern fordern von ihm hohen Schadenersatz.

Vor dem Bielefelder Arbeitsgericht klagen die Eltern eines Mannes, der an den Folgen der Vergiftung gestorben ist. Dazu kommt ein überlebender Arbeitskollege. Sie wollen, dass der verurteilte Täter ihnen insgesamt 500.000 Euro zahlt.

Der Fall in Hövelhofs Nachbarstadt Schloss Holte-Stukenbrock hatte für viel Aufsehen gesorgt. Aus bis heute ungeklärten Motiven hatte der Täter seinen Arbeitskollegen immer wieder giftige Substanzen auf die Pausenbrote gestreut und in Getränke geschüttet. Zwei Opfer erlitten dauerhafte Nierenschäden, ein junger Mann lag jahrelang im Wachkoma und starb später.