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Julia Vorpahl
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Zeugenaussagen im Mordprozess Borchen

Beim Prozessauftakt um den Nordborchener Mord im September 2019 haben der Bruder und die Schwägerin der Angeklagten ausgesagt. Viel drehte sich am Freitag vor dem Landgericht Paderborn um die Aussagen darin und die Glaubwürdigkeit der Angeklagten. Die Borchenerin soll ihre Mutter in ihrem Bett umgebracht haben. Danach hat sie einen Brief an ihren Bruder geschrieben.

Der wurde vor Gericht vorgelesen. Darin beschuldigt die Angeklagte ihren Mann und schreibt, sie habe Angst, dass er auch sie umbringen werde. Der Brief ist an ihren Bruder adressiert. Der sagte heute vor Gericht aus, er habe seiner Schwester zunächst geglaubt. Auch als sie erzählte, ihr Mann hätte sie sexuell missbraucht und ihr Gewalt angetan, zweifelte er nicht an ihr.

Dem Zeugen und seiner Frau kamen aber nach und nach immer mehr Zweifel an der Unschuld der Angeklagten. Spätestens als sie herausfanden, dass sie hohe Spielschulden hat. Vor etwa einem Jahr soll die Angeklagte ihre Mutter in Borchen umgebracht haben, um mit dem Erbe Spielschulden begleichen zu können.