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Susanne Stork
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Nach Messerangriff in Borchen-Alfen: 23-Jähriger muss ins Gefängnis

Viereinhalb Monate nach einer blutigen Auseinandersetzung in Borchen-Alfen ist ein Mann zu drei Jahren Gefängnis verurteilt worden. Das Paderborner Amtsgericht verurteilte ihn wegen gefährlicher Körperverletzung.

Der 23-Jährige stach Mitte Juni in einer Flüchtlingsunterkunft in Borchen-Alfen auf einen Mitbewohner ein. Vor Gericht erklärte er, dies aus Notwehr getan zu haben. Ein Zeuge, der den Angriff sah, konnte das nicht bestätigen. Er erklärte, dass der Täter dem Opfer von hinten in den Oberkörper stach, während der Mann betete. Zunächst war wegen versuchten Mordes ermittelt worden.

Von diesem Vorwurf nahm die Staatsanwaltschaft aber Abstand, weil der Beschuldigte nach der Tat selbst den Krankenwagen rief und, in Anführungsstrichen, nur einmal zustach. Juristisch wird das als sogenannter Rücktritt vom Mordversuch gewertet. Das Opfer wurde durch eine Not-OP gerettet.