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Dania Tölle
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Nachrichten aus Paderborn und Höxter

Viele Verletzte bei Ausschreitungen in Kirgistan

Dutzende Menschen haben bei Ausschreitungen in der zentralasiatischen Ex-Sowjetrepublik Kirgistan an der Grenze zu China Verletzungen davon getragen.

Ex-Sowjetrepublik

Ein Angehöriger der Sicherheitskräfte sei getötet worden, meldeten kirgisische Medien in der Nacht zum Donnerstag in der Hauptstadt Bischkek. In dem Dorf Koj-Tasch in der Nähe von Bischkek kam es zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Sicherheitskräften und Bürgern. Die Sondereinheiten wollten der Agentur Akipress zufolge das Haus von Ex-Präsident Almasbek Atambajew stürmen. Er sieht sich unter anderem Korruptionsvorwürfen ausgesetzt, die er bestreitet.

Etwa 1000 Gefolgsleute von Atambajew hätten sich Hunderten Uniformierten in den Weg gestellt. Dabei sei ein Uniformierter tödlich verletzt worden. Auf Videos waren Schüsse zu hören. Die Sicherheitskräfte wollen Atambajew zu einem Verhör zu den Anschuldigungen zwingen. Der Ex-Präsident von der sozialdemokratischen Partei von Kirgistan verweigerte dies, sicherte aber die Bereitschaft zu, schriftlich zu antworten. Er ließ mitteilen, dass er in Sicherheit sei und weiter auch mit Waffengewalt Widerstand gegen seine Festnahme leisten werde.

Das Hochgebirgsland an der Grenze zu China galt lange als Insel der Demokratie inmitten autoritärer Staaten in Zentralasien. Kirgistan hatte bereits mehrere Revolutionen nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion erlebt. Russische Politiker äußerten sich besorgt über die Entwicklung. Auch Präsident Wladimir Putin, der als Vertrauter von Atambajew gilt, lasse sich über die Lage fortwährend informieren, teilte der Kreml mit. Russland sieht Kirgistan als seinen Einflussbereich an.