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Nachrichten aus Paderborn und Höxter

DGB gegen Anhebung des Rentenalters

Laut Bundesbank sollte die Diskussion zur Erhöhung des Rentenalters kein Tabu sein. Eher das Gegenteil - sie sollte dringlichst geführt werden.

Arbeitgeber und FDP dafür

Berlin (dpa) - Der Vorschlag der Bundesbank, das Rentenalter auf fast 70 Jahre anzuheben, stößt auf unterschiedliche Reaktionen.

Bereits die Anhebung von 65 auf 67 Jahre sei «ein Fehler» gewesen, sagte das DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach der «Neuen Osnabrücker Zeitung». «Wer schwer arbeitet, hat ein höheres Sterblichkeitsrisiko als der Durchschnitt aller Erwerbstätigen. Wer also das Renteneintrittsalter anhebt, kürzt all diesen Menschen eiskalt deren Rente.»

Für den Arbeitgeberverband BDA dagegen ist entscheidend, dass bei wachsender Lebenserwartung auch das gesetzliche Rentenalter steigt. «Die gewonnene Lebenserwartung muss auch zu einer längeren Erwerbsphase führen und darf nicht nur einen immer längeren Ruhestand bedeuten», sagte BDA-Hauptgeschäftsführer Steffen Kampeter der Zeitung.

Auch FDP-Vizefraktionschef Michael Theurer begrüßte die Forderung der Bundesbank. Sie sei «ein wichtiger Impuls in der Debatte um Generationengerechtigkeit», sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Dienstag). «Ein flexibles Renteneintrittsalter würde den Fehler der großen Koalition korrigieren, das Alter für den Eintritt in den Ruhestand abzusenken.» Andernfalls werde die durch Umlagen finanzierte Rente sehr bald an ihre Grenzen stoßen.