Responsive image

on air: 

Dania Tölle
---
---
Nachrichten aus Paderborn und Höxter

Festnahme nach Säureanschlag auf Innogy-Manager

Eigentlich waren die Ermittlungen zum Säureanschlag auf den Innogy-Manager Günther ergebnislos abgeschlossen. Jetzt melden die Behörden überraschend eine Festnahme.

Angriff im März 2018

Haan (dpa) - Eineinhalb Jahre nach dem Säureanschlag auf Innogy-Manager Bernhard Günther in Haan bei Düsseldorf haben anonyme Hinweise die Ermittler womöglich zu dem Täter geführt.

Ein 32-jähriger Mann sei bereits am vergangenen Freitag in Köln unter dringendem Tatverdacht festgenommen worden und sitze inzwischen in Untersuchungshaft, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Außerdem habe es in mehreren Städten Hausdurchsuchungen «gegen weitere, mutmaßlich an der Tat beteiligte Personen» gegeben. «Weitere Informationen zum Ermittlungsgegenstand können derzeit aus ermittlungstaktischen Gründen nicht mitgeteilt werden», schrieb die Staatsanwaltschaft.

Der Innogy-Finanzchef war am 4. März 2018 nach dem Joggen in der Nähe seines Wohnhauses überfallen worden. Zwei Männer warfen ihn zu Boden und übergossen ihn mit Säure. Die Staatsanwaltschaft hatte ihre Ermittlungen wegen versuchten Mordes im September 2018 eigentlich eingestellt. Wegen der anonymen Hinweise zu dem Tatverdächtigen sei das Verfahren zuletzt aber wieder aufgenommen worden, teilte die Staatsanwaltschaft mit.

Innogy hatte für Hinweise eine Belohnung von bis zu 80.000 Euro ausgesetzt. Günther war im März 2019 - rund ein Jahr nach dem Angriff - erstmals wieder öffentlich bei einer Bilanzpressekonferenz aufgetreten.