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Nachrichten aus Paderborn und Höxter

ARD-Wahltrend: CDU in Sachsen mit 30 Prozent klar vor AfD

Zehn Tage vor der Landtagswahl in Sachsen liegt die CDU in einer Wahlumfrage mit 30 Prozent der Zweitstimmen deutlich vor der AfD (24 Prozent).

Überraschende Trendwende

Im Vergleich zum Sachsen-Trend von Anfang Juli konnte die Union damit vier Prozentpunkte zulegen, die AfD verliert hingegen zwei Prozentpunkte. Das geht aus der am Donnerstag veröffentlichten Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Infratest dimap im Auftrag der ARD-«Tagesthemen» hervor.

Hinter CDU und AfD rangiert Die Linke mit 16 Prozent, die bezogen auf den Juli einen Prozentpunkt zulegen konnte. Die Grünen kommen auf 11 Prozent (-1), die SPD auf 7 (-2) und die FDP wie schon im Juli auf 5 Prozent. Hoffnungen dürfen sich auch die Freien Wähler machen, die 4 Prozent haben und damit einen Prozentpunkt mehr als zuletzt. Rechnerisch wäre damit eine sogenannte Kenia-Koalition aus CDU, SPD und Grünen möglich.

Laut Umfrage ist aktuell die Hälfte der Sachsen mit der Arbeit der Landesregierung zufrieden oder sehr zufrieden. 44 Prozent der Befragten wollen, dass die CDU weiterhin die Regierung führt, 48 Prozent wünschen sich eine andere Partei an der Spitze.

Mit Regierungschef Michael Kretschmer (CDU) sind derzeit 63 Prozent der Befragten zufrieden oder sehr zufrieden. Sein Stellvertreter und Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) kommt auf einen Wert von 48 Prozent. Linke-Fraktionschef Rico Gebhardt hat eine Zustimmung von 18 Prozent, ebenso wie sein AfD-Amtskollege Jörg Urban.

Nach Meinung der Sachsen nimmt die Politik zu wenig Rücksicht auf die Interessen der Menschen auf dem Land: Fast drei Viertel (71 Prozent) vertreten diese Ansicht. Die Linke ist nach Meinung der Befragten die Partei, die sich am meisten um die Interessen der Ostdeutschen kümmert.

In Brandenburg, wo ebenfalls in zehn Tagen gewählt wird, liegen SPD und AfD nach den Ergebnissen einer weiteren Umfrage gleichauf an der Spitze. Bei der Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Infratest dimap im Auftrag der ARD-«Tagesthemen» erreichten beide Parteien jeweils 22 Prozent, wenn bereits am kommenden Sonntag gewählt würde. Dies bedeute für die SPD ein Plus von 4 Prozentpunkten gegenüber dem BrandenburgTrend von Anfang Juni. Die AfD legte demgegenüber um 1 Prozentpunkt zu.

Auf Platz drei kommt laut der Umfrage die CDU mit 18 Prozent (plus 1 Prozentpunkt), gefolgt von der Linke mit 15 Prozent (plus 1 Prozentpunkt. Als deutlichen Verlierer sieht die Umfrage Bündnis 90/Die Grünen, die mit einem Minus von 5 Prozentpunkten gegenüber Anfang Juni bei 12 Prozent lagen. Die FDP kam unverändert auf 5 Prozent und die Freien Wähler auf 4 Prozent.

Aktuell seien nur 44 Prozent der Befragten mit der Arbeit der rot-roten Landesregierung zufrieden oder sehr zufrieden. 54 Prozent seien weniger beziehungsweise gar nicht zufrieden.

Mit der Arbeit von Ministerpräsident Woidke zeigte sich eine knappe Mehrheit der Befragten von 51 Prozent zufrieden und 36 Prozent unzufrieden. Für Woidke sei dies der niedrigste Wert der laufenden Legislaturperiode. 30 Prozent der Befragten wollten, dass die SPD weiterhin die Regierung führt. Dagegen wünschten 59 Prozent, dass eine andere Partei an die Macht kommt.

Mit der Arbeit des CDU-Herausforderers Ingo Senftleben waren 23 Prozent zufrieden. 52 Prozent der Befragten hätten angegeben, Senftleben nicht zu kennen oder seine Arbeit nicht beurteilen zu können. Mit der Arbeit von AfD-Spitzenkandidat Andreas Kalbitz zeigten sich 15 Prozent der Befragten zufrieden - 60 Prozent kannten ihn nicht oder konnten sich keine Meinung über ihn bilden.

Für die repräsentative Umfrage hat das Meinungsforschungsinstitut Infratest dimap vom 19 bis 21. August 1002 Wahlberechtigte in Brandenburg befragt.