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Verena Hagemeier
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Nachrichten aus Paderborn und Höxter

Mehr Anstrengungen im Kampf gegen Gewalt an Frauen gefordert

Sie wurde von einem Mann ermordet, weil sie ihn mehrfach zurückgewiesen hatte: So sieht die Polizei das Gewaltverbrechen in Göttingen vor gut einer Woche nach derzeitigem

Taten sind keine Einzelfälle

Die Tat, bei der auch eine zweite Frau umgebracht wurde, ist kein Einzelfall. Nach Zahlen des Bundeskriminalamtes versuchen täglich Männer, ihre Partnerin oder Ex-Partnerin zu töten. In der internationalen Debatte werden solche Frauentötungen als Femizide bezeichnet. Die Linksfraktion im Bundestag will diesen Begriff auch in Deutschland etablieren.

Bezeichnungen wie «Beziehungsdrama», «Eifersuchtstat» oder «Familientragödie» seien entsetzlich verharmlosend für diese Hassverbrechen, sagte die frauenpolitische Sprecherin der Linksfraktion, Cornelia Möhring, der dpa. Die Bundesregierung müsse endlich die gesamte Dimension frauenfeindlicher Tötungsdelikte erfassen und mehr Anstrengungen zur Prävention unternehmen. So seien deutlich mehr Plätze in Frauenhäusern notwendig, in denen Frauen auch mit ihren Kindern Schutz finden können.

Wie das Bundesfamilienministerium mitteilte, stehen für das Förderprogramm «Gemeinsam gegen Gewalt an Frauen» in diesem Jahr 6,1 Millionen Euro zur Verfügung, 2020 sollen es nach Planung der Bundesregierung 35 Millionen Euro sein.