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Verena Hagemeier
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Nachrichten aus Paderborn und Höxter

Junge Union debattiert über Urwahl des Kanzlerkandidaten

Die Junge Union (JU) startet heute (18.15 Uhr) mit einer Debatte über Forderungen nach einer Urwahl des künftigen Kanzlerkandidaten in ihren dreitägigen Deutschlandtag.

Deutschlandtag beginnt

Zum Auftakt der Bundesversammlung der Jugendorganisation von CDU und CSU in Saarbrücken steht neben Reden von JU-Chef Tilman Kuban und des Saar-Ministerpräsidenten Tobias Hans ein Grußwort von Friedrich Merz, dem Vizepräsidenten des CDU-Wirtschaftsrates, auf dem Programm.

Mit Spannung wird erwartet, ob und wie sich der beim Kampf um den CDU-Vorsitz gegen Annegret Kramp-Karrenbauer unterlegene Merz zu den Vorschlägen für eine Kanzlerkandidaten-Urwahl der Mitglieder äußert. Merz gilt als Wunschkandidat etwa von Vertretern des Unions-Wirtschaftsflügels für das Kanzleramt. Die Forderung nach einer Urwahl gilt in der Union bei vielen als Spitze gegen die wegen schlechter Umfragewerte unter Druck stehende Parteichefin. Parteiinterne Gegner wollen so auch versuchen, eine Kanzlerkandidatur Kramp-Karrenbauers zu verhindern.

Die Vorsitzende selbst hat sich bereits ablehnend zu dem Urwahl-Vorschlag geäußert. Skeptische Stellungnahmen kamen auch aus den Reihe ihrer Stellvertreter. Den JU-Delegierten liegen in der Urwahldebatte drei Anträge zur Entscheidung vor. Einer fordert grundsätzlich mehr Mitsprache der Basis, ein zweiter spricht sich für die Urwahl zur Bestimmung der Kanzlerkandidatur aus. Nach einem dritten Antrag soll künftig sowohl der Parteivorsitz wie die Kanzlerkandidatur über eine Urwahl bestimmt werden.

Bei dem JU-Treffen kommt es bis Sonntag zu einem regelrechten Schaulaufen möglicher Kanzlerkandidaten der Union. An diesem Samstag treten auch der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet, Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sowie CSU-Chef Markus Söder vor dem Unionsnachwuchs auf. Am Sonntag wird eine Rede von Kramp-Karrenbauer erwartet, die sich anschließend auch einer Diskussion mit den JU-Delegierten stellt.