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Verena Hagemeier
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Nachrichten aus Paderborn und Höxter

Papst Franziskus beginnt Besuch in Japan

Papst Franziskus beginnt seinen Besuch in Japan. Nach der Abschiedszeremonie in Thailand fliegt er heute nach Tokio.

Botschaft gegen Atomwaffen

Die Stadt wurde wie Hiroshima im Zweiten Weltkrieg durch eine Atombombe verwüstet, Zehntausende Menschen waren innerhalb weniger Sekunden tot. Nach einer Messe im Baseballstadion von Nagasaki fliegt der Papst nach Hiroshima weiter. Dort nimmt er an einem Friedenstreffen teil.

Zurück in Tokio trifft er Überlebende der dreifachen Katastrophe aus Erdbeben, Tsunami und Reaktorunfall, die im März 2011 an die 19.000 Menschen tötete. Anschließend steht ein Treffen mit dem neuen japanischen Kaiser Naruhito und Premierminister Shinzo Abe an.

Möglicherweise trifft Franziskus - ein entschiedener Gegner der Todesstrafe - den 83 Jahre alten japanischen Boxer Iwao Hakamada, der nach fast 50 Jahre in einer Todeszelle freikam.

Der Japan-Besuch ist ein Jugendtraum von Franziskus: Der Argentinier wollte dort einst Missionar werden. Nach Johannes Paul II. ist er der zweite Pontifex, der Japan besucht. Johannes Paul II. hatte 1981 zu Zeiten des Kalten Krieges eine Ansprache gegen nukleare Waffen gehalten. Japan ist mehrheitlich buddhistisch und shintoistisch. Nicht mal 0,5 Prozent der Bevölkerung sind katholisch.