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Susanne Stork
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Nachrichten aus Paderborn und Höxter

Berichte: Erdogan kommt für Libyen-Gespräche nach Berlin

Gerade erst hat die Türkei Soldaten nach Libyen geschickt.

Türkischer Präsident

Istanbul (dpa) - Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan soll türkischen Medienberichten zufolge am Sonntag zu Libyen-Gesprächen nach Deutschland reisen.

Der Sender CNN Türk berichtete, Erdogan werde am 19. Januar am sogenannten Berliner Prozess teilnehmen. Im Rahmen dieses Prozesses plant Deutschland seit längerem eine Konferenz in Berlin, um die wichtigsten internationalen Akteure im Libyenkonflikt an einen Tisch zu bringen.

Die türkischen Medienberichte liefen unter anderem beim Staatssender TRT. Merkel und Erdogan hatten erst am Sonntagabend am Telefon über die Lage im nordafrikanischen Bürgerkriegsland Libyen gesprochen. Dort war in der Nacht auf Sonntag eine von der Türkei und Russland vorgeschlagene Waffenruhe in Kraft getreten. Heute sollen sich Vertreter der Konfliktparteien in Moskau treffen.

In Libyen herrscht seit dem Sturz des Langzeitherrschers Muammar al-Gaddafi 2011 Bürgerkrieg. Der einflussreiche General Chalifa Haftar kämpft mit der international anerkannten Regierung von Ministerpräsident Fajis al-Sarradsch um die Macht. Die Türkei, die Al-Sarradsch unterstützt, hatte jüngst Soldaten nach Libyen entsandt.

Am Sonntagnachmittag hatte sich Erdogan mit Al-Sarradsch in Istanbul getroffen. Worum es im Detail ging, blieb zunächst unklar. Am Montag soll er zum Thema Libyen den italienischen Regierungschef Giuseppe Conte in Ankara treffen, der Al-Sarradsch unterstützt, aber auch mit Haftar in Kontakt steht.