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Nachrichten aus Paderborn und Höxter

Bosseborn: Vorwürfe gegen Polizei

Im Fall des mutmaßlichen Folterpaars von Höxter-Bosseborn sieht sich die Polizei in Niedersachsen schweren Vorwürfen ausgesetzt. Der Anwalt des beschuldigten Wilfried W. spekuliert in einer Zeitung, dass das Paar schon 2012 hätte auffliegen können, wenn die Polizei aufmerksamer gewesen wäre.
Demnach ist das mutmaßliche Folterpaar mit einem Opfer vor vier Jahren nach Niedersachsen gefahren, um die Frau dort freizulassen. Vorher seien die Beschuldigten mit ihr zur Polizeiwache in  Uslar gefahren. Dort wollten sie angeblich ein Schriftstück unterschreiben lassen, in dem das Misshandlungsopfer bestätigt, freiwillig bei dem Paar in Höxter-Bosseborn gelebt und sich dort wohl gefült zu haben.
Aus Sicht des Anwalts hätte der betreffende Beamte hellhörig werden und das Schriftstück hinterfragen müssen. Dann wären die Beschuldigten möglicherweise schon 2012 aufgeflogen, und zwei Opfer würden noch leben. Stattdessen wurden sie weggeschickt. Die Mordkommission Bosseborn wollte sich dazu nicht äußern.