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Susanne Stork
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Nachrichten aus Paderborn und Höxter

Hochstift-Kliniken äußern sich zu Cytotec

(Symbolbild)

In der Diskussion um das Magenschutzmittel Cytotec in der Geburtshilfe haben die Krankenhäuser im Hochstift Stellung bezogen. Der Chefarzt der Gynäkologie im St. Vincenz-Krankenhaus Paderborn kann nicht verstehen, warum es im Fokus der Berichterstattung steht. Die zum Vincenz gehörende Frauenklinik St. Louise nutzt Cytotec unter anderem zur Weheneinleitung.

Der Paderborner Chefarzt schreibt, dass Mittel sei ein sehr effektives und in den meisten Geburtshilfen in Deutschland gängiges Medikament. Geburtshelfer und Hebammen hätten damit sehr viel Erfahrung. Es könne bei bestimmten Problemen sogar lebensrettend sein. Jede Frau werde vorher umfassend aufgeklärt und könne das Mittel auch ablehnen.

Eine Paderborner Frauenärztin mit langjähriger Erfahrung erklärte ebenfalls, sie habe noch nie etwas Negatives mit Cytotec erlebt. Laut der Süddeutschen Zeitung gab es aber schon schwere Komplikationen und Todesfälle.

Das St. Ansgar Krankenhaus in Höxter schrieb, man setze ein anderes Mittel ein. Früher könne dort aber Cytotec in medizinischen Einzelfällen verwendet worden sein.