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Nachrichten aus Paderborn und Höxter

Neue Fragen im Fall "Corelli"

Der Fall des in Paderborn-Schloß Neuhaus gestorbenen Spitzels „Corelli“ könnte für Verfassungsschutz-Präsident Maaßen zum Stolperstein werden. Grüne, FDP und SPD fordern seine Entlassung bzw. seinen Rücktritt.
Es geht um mehrere Handys, die „Corelli“ von 2007 bis 2011 benutzt haben soll. Laut Medienberichten sind diese Handys bisher gar nicht oder nicht vollständig ausgewertet worden. Das ist aus Sicherheitskreisen durchgesickert. Es wäre nicht die erste Panne in diesem Fall. Und damit stellt sich die Frage, ob Corelli etwas mit dem NSU-Terrortrio zu tun hatte, völlig neu.
Im Untersuchungsausschuss des Bundestags hatte Maaßen kürzlich betont, dass Corelli keine Bezüge zum NSU gehabt habe. Dabei verwies der Verfassungsschutz-Präsident aber nur auf die Auswertung eines Handys, das der frühere V-Mann nach dem Auffliegen der Terrorzelle besaß. Die Handys, um die es jetzt geht, sind älter.
Corelli war vor zwei Jahren unter rätselhaften Umständen in seiner Wohnung in Paderborn-Schloß Neuhaus gestorben.