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Nachrichten aus Paderborn und Höxter

Schulstreit kein Thema - und Spott obendrauf?

Altenbekener Ratsmitglieder und Eltern

„Wir hatten nicht viel erwartet, aber auch noch verspottet zu werden – das geht zu weit“: Mit diesen Worten kommentiert Altenbekens Bürgermeister Hans-Jürgen Wessels die Ratssitzung in Bad Driburg vom Abend. Er, viele Eltern und Ratsmitglieder aus Altenbeken hatten erwartet, dass sich der Rat mit deren Petition für eine Realschule in der Eggegmeinde befasst. Das Thema kam aber gar nicht erst auf die Tagesordnung.

Der Altenbekener Rat hatte an alle Bad Driburger Ratsmitglieder einen Antrag geschickt, die Petition zum Thema zu machen. Am Abend fand sich aber kein Kommunalpolitiker, der das Thema auf die Tagesordnung setzen wollte. Bad Driburgs Bürgermeister Burkhard Deppe verlor in Anwesenheit der rund 50 Besucher aus Altenbeken kein Wort über die Petition. Er reichte seinem Amtskollegen Wessels die Hand, ansonsten dankte er den Gästen demonstrativ, dass sie sich "so für die Themen der Tagesordnung wie die Breitbandversorung von Bad Driburg interessieren." Die Altenbekener verließen daraufhin wortlos den Saal. Hintergrund: Zwischen Bad Driburg und Altenbeken gibt es seit längerem einen Schulstreit. Die Altenbekener werfen Burkhard Deppe vor, Realschul-Pläne für ihren Ort zu Fall gebracht zu haben.