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Stephan Kaiser
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Hass und Hetze im Netz

Wie kommt es dazu?

Hört man "Troll", denken die meisten von uns natürlich nicht mehr an mystische, hässliche Wesen, die sich im Wald rumtreiben. Sondern wir denken an Menschen, die sich im Internet herumtreiben und hässliche Sachen schreiben. Wir haben mit Luca Hammer aus Altenbeken gesprochen. Er analysiert zum Beispiel, wie Shitstorms funktionieren. 

"Wenn man im Shitstorm drin ist, hat man schon verloren"

Was Luca Hammer durch seine Arbeit als Datenanalyst sieht und liest, erschreckt zuweilen selbst einen erfahrenen Datenanalyst wie ihn. Er warnt vor der Verrohung der Gesellschaft: 

Je mehr das wird und je mehr Leute das dann sehen und dann das Gefühl haben, es ist normal, dass man so miteinander umgeht, verändert sich da natürlich auch die Gesellschaft. Und das ist etwas, was mir natürlich auch Angst macht, weil ich das nicht möchte, dass wir in einer Gesellschaft leben, in der es normal ist, sich zu bedrohen, nur weil man mit der Meinung einer anderen Person nicht mitgeht.


Und wenn man Opfer geworden ist?

"Grundsätzlich ist jede Strategie in Ordnung." Luca Hammer differenziert dabei allerdings zwischen Privatperson und einer Person des öffentlichen Lebens. Wer viel Reichweite hat und von einem Shitstorm betroffen ist, könne diese Reichweite auch nutzen. "Aber auch das kann gefährlich werden", sagt der Altenbekener. 

Bei Privatpersonen meint er: Als normaler User kann man sich eigentlich gar nicht mehr dagegen wehren, wenn man erstmal in einen Shitstorm geraten ist. Wenn das der Fall ist rät er deshalb, zunächst erstmal Abstand zu gewinnen. Mit Freunden sprechen und mehr auf das soziale Umfeld außerhalb der sozialen Netze achten. 

Hier könnt ihr euch melden, wenn ihr Opfer von einem Shitstorm geworden seid.