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Fiona Keimeier
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Nachrichten aus Paderborn und Höxter

«Milchkrieg in Dalsmynni»: Eine Frau begehrt auf

Den Bauern in einer isländischen Provinz machen die Knebelverträge einer örtlichen Kooperative zu schaffen.

In der isländischen Provinz

Berlin (dpa) - Der Himmel ist grau, die Höfe überschuldet und die Zukunft düster: Im scheinbaren Nirgendwo der isländischen Provinz kämpfen die Milchbauern tagtäglich ums Überleben.

Große Schuld daran haben auch die Knebelverträge der örtlichen Kooperative, die die Farmer dazu zwingen, deren Produkte zu überhöhten Preisen zu kaufen. Eine Frau macht das Spiel aber nicht mehr mit. Inga (Arndís Hrönn Egilsdóttir) will Gerechtigkeit für alle und beginnt Widerstand leisten.

In «Milchkrieg in Dalsmynni» von Grímur Hákonarson ist die hippe Hauptstadt Reykjavík ganz weit entfernt. Nach seinem Schaf-Drama «Sture Böcke» (2015) wirft er jetzt mit dem Milch-Drama einen weiteren Blick in das rurale Island. Mit Spannung erzählt und mit grimmigen Humor versetzt lernt man eine ganz andere Seite des Inselstaats kennen.

Milchkrieg in Dalsmynni, Island, Dänemark, Deutschland, Frankreich 2019, 92 Min., FSK ab 6, von Grímur Hákonarson, mit Arndís Hrönn Egilsdóttir, Sveinn Ólafur Gunnarsson, Sigurður Sigurjónsson