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Nachrichten aus Paderborn und Höxter

Hertha-Geldgeber Windhorst über Klinsmann: «Tolles Signal»

Investor Lars Windhorst hat das Engagement des neuen Cheftrainers Jürgen Klinsmann bei Fußball-Bundesligist Hertha BSC begrüßt.

Bundesliga

«Für den Verein insgesamt ist der Einstieg von Klinsmann und seinem Team ein tolles Signal mit Aufbruchstimmung», sagte Windhorst der Deutschen Presse-Agentur nach der Präsentation von Klinsmann als Chefcoach bei den Berlinern. «Nicht aufgeben, sondern an der Zukunft bauen ? dahinter können sich alle versammeln.»

Vor knapp drei Wochen war der frühere Bundestrainer Klinsmann als Bevollmächtigter der Tennor Holding von Windhorst in den Aufsichtsrat der KGaA von Hertha BSC berufen worden. Der Investor hatte insgesamt 49,9 Prozent für 224 Millionen Euro beim Hauptstadtclub erworben.

Nachdem Klinsmann nun den Trainerposten von Ante Covic übernommen hat und bis zum Saisonende behalten soll, wird der 55-Jährige das Aufsichtsratsamt nach Angaben von Hertha-Geschäftsführer Michael Preetz vorerst ruhen lassen. «Ich bin Jürgen Klinsmann für seinen großen Einsatz sehr dankbar», sagte Windhorst. «Unsere Idee - das Zusammenspiel von Kapital und Fußball-Verstand - funktioniert.»

Sein erster Eindruck von seinem neuen Team ist «sehr positiv», doch der Zeitfaktor ist für Jürgen Klinsmann erst einmal das größte Problem. «Der Profisport lässt kaum Zeit», weist der prominente Trainer-Neuzugang von Hertha BSC auf eine der größten Herausforderungen für sich und seinen neuen Stab hin. Schon am Samstag (15.30 Uhr) empfängt Klinsmanns Mannschaft Borussia Dortmund mit dem unter Druck stehenden Ex-Hertha-Coach Lucien Favre.

«Wichtig ist, dass wir Selbstvertrauen aufbauen, dass sich alle gegenseitig unterstützen», sagte der einstige Welt- und Europameister nach der ersten praktischen Übungseinheit mit dem Team. Dieses hat nach fünf Monaten unter dem abgesetzten Ante Covic noch keine klaren Strukturen entwickelt und ist von einer festen Einheit weit entfernt. «Die meisten Spieler kenne ich ja. Mein Sohn Jonathan war zwei Jahre hier. Ich kenne auch das Potenzial. Ich weiß um das ganze Talent, das da ist», erklärte Klinsmann. Für den Donnerstag waren ein Training auf dem Platz und zahlreiche Gespräche angesetzt.

«Jetzt ist nur eins angesagt, der Mannschaft zu helfen mit allem drum und dran, um zu punkten. Um aus der prekären Situation so schnell wie möglich herauszukommen. Das Abenteuer haben wir gestartet», sagte der neue Hertha-Trainer auf der Vereins-Homepage vor dem Start seines zweiten Arbeitstages in Berlin. Der Ex-Bundestrainer will «mit einem Schritt nach dem anderen» die Verunsicherung bei den Profis lösen: «Sie hören unglaublich gut zu. Sie wollen ja, sie wollten auch davor. Nur die Ergebnisse haben nicht so gestimmt.» Nach vier Liga-Pleiten nacheinander und dem Absturz heran an die Abstiegszone musste Trainer Ante Covic für Klinsmann weichen.