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Nachrichten aus Paderborn und Höxter

Aufsteiger, Eigentore, Ecken: Bundesliga nimmt Fahrt auf

Der FC Bayern München gewinnt hoch gegen den FSV Mainz, Borussia Dortmund zeigt bei Union Berlin Nerven, RB Leipzig freut sich über die Tabellenführung.

3. Spieltag

Berlin (dpa) - Borussia Dortmund patzt, der FC Bayern München gewinnt standesgemäß: Das Fernduell der beiden Topclubs in der Fußball-Bundesliga nimmt Fahrt auf. Lachender Dritter ist momentan RB Leipzig.

TABELLENFÜHRER: Weil Borussia Dortmund 1:3 beim jubelnden Aufsteiger Union Berlin verlor, ist RB Leipzig der große Gewinner des 3. Spieltages. Die Sachsen eroberten durch das 3:1 bei Borussia Mönchengladbach bereits am Freitag die Tabellenspitze. «Wir haben uns heute extrem dumm angestellt», sagte BVB-Kapitän Marco Reus nach dem schwachen Dortmunder Auftritt in der Hauptstadt. Die Berliner feierten dagegen ausgelassen. Der lange beim BVB beschäftigte Union-Verteidiger Neven Subotic sagte: «Das war ein Schlüsselspiel, um den Fans und der Stadt zu zeigen, dass wir in der Bundesliga angekommen sind.»

DEBÜTANT: Der neue Superstar Philippe Coutinho feierte ein unauffälliges Startelf-Debüt für den FC Bayern München. Der vom FC Barcelona ausgeliehene Brasilianer deutete beim 6:1 gegen den FSV Mainz 05 aber sein Können an und wurde wie geplant nach fast 70 Minuten vom Platz geholt. «Ich finde, dass er gute Moment hatte, gerade mit dem Ball», sagte Trainer Niko Kovac. «Natürlich wissen wir, dass er noch nicht im Vollbesitz seiner Kräfte ist.» Die Bayern sind nach dem Kantersieg erster Leipzig-Verfolger.

EIGENTORE: Drei Spieler trafen am Samstag ins eigene Netz. Kölns Rafael Czichos brachte den SC Freiburg in Führung, der Treffer blieb für den am Ende mit 2:1 siegreichen FC allerdings folgenlos. Berlins Niklas Stark und Karim Rekik brachten den FC Schalke 04 dagegen in die Erfolgsspur. Die Königsblauen gewannen 3:0 gegen die Hertha, die als erste Mannschaft seit Hannover 96 im Jahr 2009 mindestens zwei Eigentore in einem Liga-Spiel kassierte. (Quelle: Opta).

ECKENFESTIVAL: Bayer Leverkusen erarbeitete sich beim 0:0 gegen die TSG 1899 Hoffenheim 19 Ecken - doch keine brachte das gewünschte Ergebnis. «19 Standards zu verteidigen, reicht für diese Woche», sagte Hoffenheims Trainer Alfred Schreuder, der gut mit Bayer-Coach Peter Bosz befreundet ist. «Im Training müssen wir keine mehr üben.» Bosz sah das erwartungsgemäß ein bisschen anders. «Da müssen wir uns verbessern. Ganz klar», sagte der Niederländer nach dem ersten Punkteverlust in dieser Saison.

VERLETZUNG: Das Ergebnis nach dem 1:1 gegen den SC Paderborn interessierte beim VfL Wolfsburg am Samstagabend kaum jemanden. «Das ist sehr bitter für ihn und für uns», sagte Wölfe-Trainer Oliver Glasner über die Verletzung des 15-Millionen-Euro-Einkaufs Xaver Schlager, der sich den Knöchel gebrochen hatte und mehrere Monate fehlen wird. «Ich habe mit dem Arzt gesprochen. Er muss operiert werden und ich denke, dass der Herbst für ihn gelaufen ist», sagte Glasner.

DURSTSTRECKE: Fortuna Düsseldorf strebt am Sonntag (18.00 Uhr/Sky) den zweiten Sieg der langen Vereinsgeschichte bei Eintracht Frankfurt an. Der letzte und einzige Erfolg der Rheinländer am Mainz liegt bald 40 Jahre zurück. Am 26. Januar 1980 gewann Düsseldorf unter Trainer-Legende Otto Rehhagel nach Toren von Thomas Allofs und Gerd Zewe mit 2:1. Eine deutlich kürze Negativserie will Werder Bremen zuvor ab 15.30 Uhr gegen den FC Augsburg beenden. Die Norddeutschen hängen tief im Tabellenkeller fest und warten noch auf den ersten Punkt in dieser Saison.