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Nachrichten aus Paderborn und Höxter

Befreiungsschlag für Mainz - Hertha rutscht ans Tabellenende

Dem FSV Mainz 05 ist ein erster Befreiungsschlag gelungen.

Keller-Duell

Der Gastgeber musste im Keller-Duell vor 22.798 Zuschauern aber bis zum Abpfiff um den Erfolg zittern.

Den Treffer von Robin Quaison (40. Minute) konnte Marko Grujic (83.) ausgleichen. Doch in der 88. Minute gelang Jeremiah St. Juste doch noch das Siegtor. Mit dem Erfolg setzten sich die Mainzer vom letzten Tabellenplatz ab, den nun die Berliner einnehmen.

Mainz-Coach Sandro Schwarz hatte für die von ihm zum «Spiel des Willens» ausgerufenen Begegnung kräftig rotiert und sechs Positionen neu besetzt: Angefangen mit Torwart Robin Zentner für den verletzten Florian Müller bis hin zur Rückkehr des neuen Abwehrchefs St. Juste. Vielleicht war es der großen Personalrochade geschuldet, dass die Gastgeber schwer in Tritt kamen, bis sie in der 15. Minute zur ersten Chance kamen. Doch an den klugen Pass in den Strafraum von Jean-Paul Boetius kam Angreifer Quaison nicht mehr dran.

Brenzlig wurde es daraufhin im direkten Gegenzug für die Mainzer, als Davie Selke fast unbehelligt auf Keeper Zentner zustürmte und mit seinem Schuss von der Strafraumgrenze nur den linken Pfosten traf. Dies war nur der Auftakt einer Phase wechselnder guter Möglichkeiten.

So verhinderte Hertha Schlussmann Rune Jarstein gleich zweimal bravourös das 0:1. Mit Glanzparaden lenkte er zwei knallharte und präzise Fernschüsse von Danny Latza (18.) und Daniel Brosinski (26.) um sein Gehäuse. Machtlos war der Norweger in der 40. Minute bei einem kollektiven Blackout seiner Abwehrkollegen um Neuzugang und Debütant Dedryck Boyata, die den heranstürmenden Mainzer Kunde nicht attackierten. Dessen leicht abgefälschten Querpass brauchte Quaison nur noch einzuschieben.

Munter und vor allem gefährlich für die Mainzer ging es in der zweiten Halbzeit weiter, in der vor allem Torwart Zentner im Mittelpunkt eines großen Abwehrkampfes stand. So scheiterte erst Grujic (47.) mit einem Schuss aus sieben Metern an Zentners Reaktionsschnelligkeit. Danach war der Keeper zur Stelle, als Ondrej Duda erst drei Mainzer austrickste und aus der Nahdistanz abzog (51.). Und in der 60. Minute lenkte Zentner mit den Fingerspitzen einen Freistoß-Schlenzer von Duda noch um den Pfosten. Machtlos war er dann gegen den Kopfballtreffer von Grujic (83.). Fünf Minuten später gelang dann St. Juste mit seinem Debüt-Treffer für Mainz noch das Siegtor in einer abwechslungsreichen Partie.