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Sylvia Homann
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Nachrichten aus Paderborn und Höxter

Spektakulärer 3:2-Sieg - Hoffenheim stoppt Hertha-Serie

Mit dem dritten Sieg nacheinander hat die TSG 1899 Hoffenheim die Positivserie von Hertha BSC beendet und ihren Aufwärtstrend spektakulär bestätigt.

9. Spieltag

In einer packenden Partie setzten sich die Gäste im Mittelfeld-Duell mit 3:2 (2:0) durch und schafften nach Punkten den Anschluss an die Europapokalplätze der Fußball-Bundesliga. Die Berliner kommen vor der Pokal-Woche mit dem Stadtduell beim 1. FC Union in der Liga als abschließendem Höhepunkt hingegen nach zuvor vier Spielen ohne Niederlage nicht voran.

Per Kopf sorgte Hoffenheim-Verteidiger Benjamin Hübner (79. Minute) vor 44.499 Zuschauern nach einer Ecke für die Entscheidung. Das Sturmduo Jürgen Locadia (33. Minute) und Andrej Kramaric (38.) hatte die Kraichgauer vorübergehend in Führung gebracht, nach Toren von Dodi Lukebakio (55.) per Fallrückzieher und Salomon Kalou (69.) durfte Hertha zunächst auf den Punktgewinn hoffen. In der Endphase sah Berlins Vladimir Darida noch die Gelb-Rote Karte (84.).

Kurz nach Anpfiff richteten die Hertha-Fans mit «Scheiß Union»-Rufen schon einmal den Fokus auf die kommende Woche, wenn nach dem Pokalduell mit Dynamo Dresden das erste Bundesligaderby gegen den Stadtrivalen ansteht. Die Berliner Profis wahrten dagegen noch den Fokus auf Hoffenheim und setzten die Gäste früh unter Druck. Eine Hereingabe verpasste Marius Wolf knapp (6.), eine Minute später drückte Vedad Ibisevic die Flanke des Neuzugangs an den Pfosten.

Auf der rechten Hoffenheimer Abwehrseite hatte vor allem Pavel Kaderabek immer wieder arge Probleme mit der Schnelligkeit von Lukebakio, der nach drei Jokereinsätzen in Serie wieder beginnen durfte. Nach einer guten Viertelstunde befreite sich das Team von Trainer Alfred Schreuder aber aus dem Dauerdruck und setzte eigene Akzente. Mehrfach musste Hertha-Keeper Rune Jarstein in höchster Not retten - sah beim Schuss von Locadia aus 17 Metern zum 0:1 aber nicht gut aus. Ex-Coach Pal Dardai verfolgte den Rückstand mit missmutiger Miene auf der Tribüne.

Der Rückstand brachte Hertha endgültig aus dem Konzept. Auch wenn Kramaric erst seinen zweiten Saisoneinsatz absolvierte und Neuzugang Locadia sein Startelfdebüt gab, war dem Sturmduo mangelnde Abstimmung nicht anzumerken. Vor dem zweiten Treffer erlaubte sich Herthas Per Skjelbred einen eklatanten Stellungsfehler, der Niederländer Locadia hatte per Kopf nach einer Ecke keine Mühe.

Nach der Pause stellte Coach Ante Covic auf eine Dreier-Abwehrkette um. Ondrej Duda sollte anstelle von Marko Grujic, der in der 45. Minute per Fernschuss den Pfosten traf, für Schwung sorgen. Dazu rückte Lukebakio neben Ibisevic - der Schachzug zahlte sich aus.

Hertha übernahm wieder das Kommando. Mit einer artistischen Einlage erzielte Lukebakio sein drittes Saisontor, der eingewechselte Kalou sorgte für den insgesamt verdienten Ausgleich. Die Hertha-Fans bejubelten bereits das vierte Jokertor dieser Saison.

Doch wie schon beim 0:2 agierte die Hertha-Verteidigung nach einer gegnerischen Ecke zu passiv, Hübner nutzte dies eiskalt. In einer spannenden Schlussphase vergaben beide Teams größte Chance, so blieb Hertha aber zum achten Mal in Serie gegen Hoffenheim ohne Sieg.