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Nachrichten aus Paderborn und Höxter

Löw bastelt an kreativer Lösung für das Direktticket

Wenn Erzrivale Niederlande in Nordirland mithilft, kann sich das deutsche Nationalteam schon am Samstag definitiv das EM-Ticket sichern.

EM-Qualifikation

Düsseldorf (dpa) - Nach dem heutigen Abschlusstraining muss sich Joachim Löw entscheiden. Wen schickt der Bundestrainer am Samstag in Mönchengladbach in das vorletzte EM-Qualifikationsspiel gegen den Außenseiter Weißrussland? Neun Spieler fehlen erneut.

«Die Trainer haben immer wieder eine kreative Lösung gefunden», bemerkte Nationalmannschafts-Direktor Oliver Bierhoff. Löw will heute auf der DFB-Pressekonferenz nochmals erläutern, wie er mit seinem Team die noch nötigen Punkte für das EM-Direktticket sichern will.

«Gerade in der Nationalmannschaft ist es extrem», sagte Werner zur weiter hohen Ausfall-Quote, obwohl einige Rückkehrer wie Real-Madrid-Star Toni Kroos oder der Gladbacher Ex-Weltmeister Matthias Ginter wieder zur Verfügung stehen. Mit Blick auf das EM-Jahr 2020 sieht das der Leipziger Werner aber nicht als Problem: «Die ganze Bundesliga ist voll mit guten A-Nationalspielern.» Dazu kämen noch diverse deutsche Profis im Ausland. «Wir hatten immer gute Ersatzleute», bemerkte der 23 Jahre junge Angreifer.

«Es ist ein bisschen ein Nachteil, dass ein Großteil der eingespielten Mannschaft nicht da ist», bemerkte Werner dennoch: «Wir müssen so schnell wie möglich zusammenfinden. Ich denke, dass es da kein Problem gibt.» Rhythmus und Richtung soll Routinier Toni Kroos (29) diktieren, bemerkte DFB-Direktor Oliver Bierhoff.

Im Oktober hatte der gebürtige Greifswalder nach großen Belastungen im Nationalteam gefehlt. «Er hat ein riesiges Pensum mit Real Madrid gefahren und kaum Pausen gehabt», sagte Bierhoff. Kroos ist in Löws EM-Plänen fest verankert. «Er hat gesagt, er möchte den Neuanfang mitvorantreiben. Über seine spielerische und technische Qualität brauchen wir nicht diskutieren», meinte Nationalmannschafts-Direktor Bierhoff zum Wahl-Spanier.

Beim Abschlusstraining wird Löw nochmals die Abwehrarbeit feinjustieren. Niklas Süle, Antonio Rüdiger und Thilo Kehrer fehlen langfristig. Der Leipziger Marcel Halstenberg ist ebenfalls verletzt. Von den nominierten Defensivkräften mussten bei der Vorbereitung in Düsseldorf zudem der Leverkusener Jonathan Tah (muskuläre Probleme) und Hertha-Verteidiger Niklas Stark (Nasenbeinbruch) mit gesundheitlichen Einschränkungen zurechtkommen.