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Nachrichten aus Paderborn und Höxter

Paderborner Schützenfest: Probleme, Premiere und Integration

Der Poststreik macht auch den Paderborner Schützen das Leben schwer. Unzählige Einladungen sind entweder noch nicht zugestellt oder unbeantwortet. Für zusätzliche Probleme sorgt die Baustelle vor dem Dom. Deshalb muss das gesamte Bataillon auch beim großen Sonntags-Festzug vor dem Rathaus antreten. Erfreulich: Die Preise bleiben stabil. Außerdem haben die Schützen an 1500 Studenten Freikarten verteilt. Los geht´s am 10. Juli mit dem Zapfenstreich.

Das Paderborner Schützenfest hat in seiner 158. Auflage Kurioses zu bieten. Auf den noch unbekannten, neuen Schützenkönig wartet erstmals eine schwangere Königin. Meike Plass erwartet im Oktober ein Mädchen. Sie hatte deshalb zu Jahresbeginn ihren Rücktritt angeboten. Der Vorstand hat mit den Worten „Schwangerschaft ist keine Krankheit, sondern ein Glück“ dankend abgelehnt. Das Paderborner Schützenfest läuft vom 10. bis 13. Juli.

 

Die Heide-Kompanie im Paderborner Schützenverein setzt ein Zeichen für die Integration von Flüchtlingen. Getreu dem  Motto „Glaube, Sitte, Heimat“ hat sie 30 syrische Christen zum Schützenfest am übernächsten Wochenende eingeladen. Und es bleibt nicht nur bei der Einladung: Die Flüchtlinge haben zugesagt. Das bedeutet, die Schützen werden die Flüchtlinge mit einem kleinen Festzug direkt an ihrer Unterkunft in der Paderborner Stadtheide abholen und dann in die Marschformation aufnehmen. Gemeinsam geht es dann zum Paderborner Rathaus. Schon seit drei Monaten kümmern sich die Schützen unter der Leitung von Hauptmann Nötges um die Eingliederung der Flüchtlinge. So wurden auch schon Stadtrundgänge in arabischer Sprache organisiert.