Responsive image

on air: 

deinfm
---
---
Lieblings-Playlist von Sinah und Dania

Meine Nummer Eins

Bei unseren Frühmoderatorinnen Sinah Donhauser und Dania Tölle (v.l.) geht nix ohne Musik! Ob zuhause nach Feierabend chillen, am Wochenende grillen oder feiern - die beiden haben immer ihre Lieblings-Playlist am Start. Und ab sofort gibt's jeden Freitagmorgen im Programm "Meine Nummer Eins" - DEN Song der Woche für Sinah und Dania.


Folgt uns auch auf Spotify

Ohje ... hier ist ein fehler aufgetreten. Code: 20191018224251f7cc5f0e

Tones and I - Dance Monkey

Sinah: Die australische Singer-Songwriterin Tones and I ist so ein Beispiel dafür, dass es manchmal Titel und auch Künstler gibt, die wie guter Käse sind. Die müssen erst reifen im Kopf. Als ich "Dance Monkey" das erste Mal gehört hab, dachte ich: Uff, irgendwie nervige Stimme. Dann hab ich den Titel ein zweites, drittes und viertes Mal gehört und plötzlich lief er bei mir auf Repeat. Tones and I hat eine ganz eigene, ganz spezielle Stimme, der Beat ist solide, da passt alles. Übrigens auch andere Titel von ihr sind sehr zu empfehlen, zum Beispiel "Johnny run away".

Post Malone - Take What You Want

Dania: Ich bin ab jetzt echt totaler Post Malone-Fan. Seine aktuelle Single hat mich voll umgehauen – Circles find ich hammermäßig. Und dann hab ich mir auch flott das gesamte Album angehört: „Hollywood’s Bleeding“. Und bin noch mehr verliebt als sowieso schon. Das Album ist nämlich insgesamt total toll und ich könnte euch so gut wie jedes Lied daraus empfehlen. Ich kann mich aber grade nicht satt hören an „Take what you want“, unter anderem weil da Ozzy Osbourne dabei ist. Ist halt einfach eine Legende der Typ, auch wenn man halten kann von ihm was man will. Und die Lyrics nehmen mich auch voll mit – da kommt so richtig der Schmerz einer Trennung durch. Sowohl textlich, als auch von der Musik her.



Radiohead - Creep

Sinah: „Ich möcht einen perfekten Körper. Ich möcht eine perfekte Seele. Aber ich bin ein Ekel. Ich bin ein Spinner. Was zum Teufel mach ich hier?“ Das sind Zeilen aus Creep von Radiohead, die mich vor vielen Jahren schon gepackt haben. Ganz ehrlich: Es wird immer über darüber gesprochen, wie groß der Druck ist, ein perfektes Aussehen zu haben. Ja, das ist auch so. Aber dazu kommt meiner Meinung nach heute mehr denn je noch etwas: Der Druck, auch insgesamt einfach perfekt zu sein. Lückenloser Lebenslauf. Fehlerfrei im Job. Am besten noch 47 Hobbys. Achso und denen geht man natürlich vor der Arbeit oder aber nach 22 Uhr nach den Überstunden nach.
Je länger man drüber nachdenkt, je mehr man sich selbst belastet mit immer mehr To Dos, desto mehr kommt in mir der Gedanke auf: "Leute, beruhigt auch. Es muss auch Weirdos geben." Deshalb und weil ich diese Woche mal wieder in meiner Mottenkiste an Lieblingstiteln gekramt habe, bin ich auf diesen wunderschönen Titel mal wieder gekommen.


Sheryl Crow, Johnny Cash - Redemption Day

Dania: Heute gibt’s ne ganz ruhige Nummer von mir – aber die ist grandios. Ich bin ja sowieso Fan von der Musik von Sheryl Crow und sie hat vor zwei Wochen etwa ihr neues Album rausgehauen. Wahrscheinlich ihr letztes, wie sie gesagt hat. Auf der Platte „Threads“ sind dafür aber nochmal viele gute Lieder drauf, alle mit Weggefährten von ihr. Und einer hat es mir besonders angetan. Redemption Day heißt der. Den hat Sheryl Crow mal vor Jahren geschrieben, und dann hat kein geringerer als Johnny Cash den Song kurz vor seinem Tod 2003 aufgenommen. Und der neue Song ist ein Duett – die Tonspuren von Crow und Cash wurden darin übereinander gelegt. Und es klingt einfach großartig. Inhaltlich geht es in dem Song darum, die Motivation und Maschinerie von Krieg zu hinterfragen. Sheryl Crow sagt dazu: „Mit allem, was in unserer Nation gerade passiert und wie katastrophal sich gerade alles entwickelt, gibt uns Johnnys Stimme Hoffnung.“

Milky Chance feat. Tash Sultana - Daydreaming

Dania: Viele von euch werden es kennen: Es gibt so Wochen, in denen man kaum eine Sekunde Luft zum Atmen hat, in denen jede Minute mit Terminen vollgepackt ist. Und grade dann ist es wichtig, sich zumindest drei Minuten zu nehmen und komplett abzuschalten. Um einfach wieder runterzukommen. Das funktioniert bei mir grade sehr gut mit der neuen Single von Milky Chance. „Daydreaming“ ist die erste Single, die die Jungs aus Kassel seit 2017 rausbringen. Im Herbst gibt’s auch ein neues Album. Der neue Song ist aber vor allem deshalb so gut, weil Tash Sultana dabei ist. Das ist eine Singer-Songwriterin aus Australien – und jetzt kommts: Tash Sultana spielt Gitarre, und noch zehn weitere Instrumente, die sie sich alle selbst beigebracht haben soll. Und ihre Stimme trägt einen weit weg vom stressigen Alltag. „Daydreaming“ klingt entspannt und experimentell – also Augen zu und wegträumen.

Plüm - Where

Sinah: Großartig viel findet man über den Künstler irgendwie nicht, aber als ich zufällig mal den Titel "Where" gehört hab, fand ich's direkt cool. Und irgendwie find ich das auch sympathisch, dass man eben nicht so viel über ihn (?) weiß. Es gibt zum Beispiel ein Coverbild von ihm, wo man im Grunde nur so eine Schattenfigur sieht, die einen Umhang trägt. Ein Gesicht kann man aber nicht erkennen. Und was hat das zur Folge? Dass man sich eben erstmal auf die Musik konzentriert. Ist doch auch mal ganz erfrischend, in einer Zeit, in der immer alle aufs Äußerliche gucken.

Boogie Belgique - Swing Thing

Sinah: Im Herbst 2018 bin ich auf die Hip Hop- / Elektroband "Boogie Belgique" aus Belgien gekommen. Totaler Zufall und Liebe auf den ersten Ton. Ich habe direkt alle Lieder von denen durchgesuchtet und fand alles großartig. Der Sound klingt ein bisschen nach oldschool Hip Hop und daduch irgendwie vertraut und gemütlich, aber durch den Elektro-Swing-Einfluss eben besonders interessant. Es gibt viele Lieder, die ich immer wieder höre, zum Beispiel "Every Time" oder "Goodnight Moon". Sehr empfehlen kann ich an einem lauen Sommerabend aber auch "Swing Thing", deshalb in dieser Runde meine Nummer Eins.

Philip Poisel - Ohne Ende

Dania: Philipp Poisel hat mich schon durch sehr viele schwere Zeiten in meinem Leben begleitet. Weil er mir einfach aus der Seele spricht.
Diese Songs von ihm sind alle schon etwas älter, er macht aber immer noch Musik, auch wenn er nicht mehr so in aller Munde ist wie es mal war. Jetzt grade hat er eine neue Single am Start, heißt „Ohne Ende“. Und der Song ist natürlich wieder total Poisel-like: Ballade, gefühlvoll, poetisch und melancholisch.
Aber so bin ich eben auch ab und zu – und deshalb spricht so eine Musik an. Und eine geliebte Person zu vermissen – das Gefühl kennen wir ja wohl alle.

Seeed - Lass Sie Gehn

Dania: Ich weiß, dass ich ja schon „Ticket“ aus dem neuen Album vorgestellt habe, aber ich mag eben alle Lieder von Seeed. Meine Nummer Eins heute ist „Lass Sie Gehn“. Erstens find ich die Musik einfach gut und zweitens passt der Text grade. Ich habe einen Bekannten, der irgendwie nicht so richtig von seiner Ex-Freundin wegkommt. Und ich denke so eine Situation kennt jeder: Ein Freund oder eine Freundin hat eine Beziehung, die komplett Gift für ihn oder sie ist. Aber es klappt einfach nicht mit der Trennung. Das hier geht raus an alle die nicht loskommen – wenn es euch nicht gut geht in eurer Beziehung, dann ciao.

Bilderbuch - Mr. Refridgerator

Sinah: Bei mir ist es so: Wenn ich Menschen einmal ins Herz geschlossen habe, dann bleiben sie da in der Regel auch drin. Genauso ist es mit Künstlern. Wenn mich die Musik einmal so richtig begeistert, dann bleibt das auch irgendwie so. Deshalb kommen in dieser Liste bei "Meine Nummer Eins" in meiner Auswahl auch öfter mal die gleichen Künstler vor. So ist das jetzt wieder mit Bilderbuch. Die Single werden Fans schon in der Liveversion kennen. Aber jetzt haben es die Jungs auch endlich geschafft, den Titel aufzunehmen. Sie haben es schon ein paar Mal versucht, aber es wollte nie so recht funktionieren. Jetzt ging es. Und das ist die Moral von der Geschicht: Wenn Dinge nicht klappen wollen, man aber daran glaubt, dann lohnt es sich, es trotzdem weiter zu versuchen.

Fynn Kliemann - Morgen

Sinah: Ich finde es immer wieder erstaunlich, was Musik in Menschen bewirkt. Die passende Musik kann einen schönen Moment noch schöner machen, sodass das Herz tanzt. Mit ihr kann man sich einem traurigen Moment, den es auch mal im Leben gibt, voll und ganz hingeben. Mit Musik wird auch die blödeste Arbeit erträglicher. Und: Musik motiviert. Wenn ich "Morgen" von Fynn Kliemann höre, habe ich das Gefühl, ich könnte Bäume ausreißen. Ich liebe diesen Titel.

Deine Cousine - Aufhören, wenn's am Schönsten ist

Dania: Letzte Woche Freitag war ich auf einem Konzert von Udo Lindenberg – und der hat da eine Megashow abgerissen, mit unter anderem zwei superguten Backgroundsängerinnen.
Und in eine hab ich mich schockverliebt. Die hat in zweieinhalb Stunden Konzert nicht einen Ton versemmelt und hatte dazu noch eine Stimme – kraftvoll und einprägsam, einfach gut. Ich spreche von Ina Bredenhorn. Und diese Dame hat eine eigene Band, die heißt „Deine Cousine“. Da hab ich dann die letzte Woche so einiges gehört. Die Lieder sind alle gut. Mein Favorit ist aber „Aufhören, wenn‘s am Schönsten ist“. Denn da stellt Ina die Frage: Wer sagt uns eigentlich Bescheid, wenn es am Schönsten ist? Denn es könnte ja noch viel besser werden.


Kummer - 9010

Sinah: Die Auswahl meiner Nummer Eins ist ganz einfach - ich bin Kraftklub-Fan. Klar, Felix Brummer möchte daraus ein Solo-Ding machen, aber natürlich asoziiert man ihn auch als Solo-Künstler mit seiner Band. Und klar, der Sound ist anders als bei Kraftklub, aber trotzdem bleibt da eben seine Stimme. Davon ab mag ich den Beat tatsächlich gerne und ich mag, dass es dem Frontsänger hier um etwas geht. Er hat eine Message, das kommt heutzutage, wenn wir ehrlich sind, selten vor.

Imagine Dragons - Birds

Dania: Wenn Beziehungen zu Ende gehen, tut es oft richtig weh. Und das muss sich ja auch nicht zwangsläufig auf die Partnerschaft beziehen. Ich mach sowas irgendwie so ein bisschen grade mit einer Freundin durch – wir versuchen immer wieder aufeinander zuzugehen, aber irgendwie… funktioniert es einfach nicht mehr zwischen uns. Zumindest nicht mehr so wie früher. Deswegen fühl ich mich grade von den Imagine Dragons verstanden. Ihren neuen Song Birds feier ich besonders für den Text, der eben genau diesen Niedergang von Beziehungen beschreibt. „Birds fly in different directions“ ist eine Textzeile - Vögel fliegen in verschiedene Richtungen. Man entwickelt sich auseinander. Diesmal nicht primär für die Musik, aber für den Text, der grade so gut auf mich passt, ist Birds von den Imagine Dragons meine Nummer Eins diese Woche.

Die Fantastischen Vier - Tag am Meer

Dania: All Time Favourite – das passt zu meinem Lieblingstitel diese Woche. Natürlich hab ich in dieser heißen Woche einen Sommersong ausgesucht, keinen neuen – aber der ist eben einfach geil. Und selbst wenn nicht die Sonne scheint, „Tag am Meer“ von den Fantastischen Vier bringt mir die Sonne so oder so. Das mag daran liegen, dass Thomas und Michi von Fanta 4 den Song zum Teil auf den Philippinen am Strand geschrieben haben. Da sind die beiden nämlich alleine auf eine einsame Insel geschwommen und waren über Nacht dort. Da sind die ersten Strophen entstanden. Und die Band mag den Titel selber so gerne, dass sie "Tag am Meer" eigentlich immer spielen, auf jedem Live-Konzert. „Es ist ein interner und externer Evergreen." Das hat Smudo von den Fantas vor ein paar Jahren mal gesagt. Das sagt doch alles.

Deichkind - Wer Sagt Denn Das

Dania: Ich bin mega Deichkind-Fan – und deswegen bin ich happy, dass die Jungs wieder da sind. Mit dem Titel „Wer sagt denn das?“ – und mit der gleichnamigen Platte. Die haben sie für September angekündigt. Und Deichkind hat unsere Geduld ja echt mal sehr strapaziert, vier Jahre hat‘s gedauert bis zum neuen Album. Und warum ich den neuen Titel so geil finde, ist nicht nur der typische Deichkind-Sound, sondern auch die Themen, die die Hamburger ansprechen. Die bewegen nämlich aktuell die Welt: Flüchtlinge, Social Media-Wahn, Selbstoptimierung ohne Ende – das sind nur Beispiele. Und sie versuchen mit dem Song halt echt mal so zu sagen: Leute, wer sagt denn eigentlich was falsch und richtig ist? Und regen an, dass einfach immer zu hinterfragen. Egal worum es geht.

Marteria - Welt der Wunder

Sinah / André Wiersig: Am 9. Juni 2019 hat der Paderborner Extremschwimmer André Wiersig Geschichte geschrieben und als erster Deutscher die Ocean's Seven bezwungen - die sieben am schwersten zu durchschwimmenden Meerengen der Welt. Am darauffolgenden Freitag war er bei Radio Hochstift live im Studio und hat von seinen aufregenden Jahren im Meer berichtet. Er hat es immer als Privileg gesehen, dass die Ozeane ihn dort schwimmen lassen - er betrachtet die Welt, das Meer als Wunder, auf das wir Menschen aufpassen müssen. Deshalb hat er sich an dem Freitag "Welt der Wunder" von Marteria gewünscht. Weil diese Welt eine ist: eine Welt voller Wunder.

Ed Sheeran feat. Chance The Rapper - Cross Me

Dania: Letztes Jahr hab ich Ed Sheeran ja live gesehen - seitdem bin ich noch größerer Fan als sowieso schon. Und ich bin Fan von seiner neuen Single „Cross Me“. Die ist ja Teil seines Collab-Albums, auf dem er viele Titel gemeinsam mit anderen Künstlern draufpackt. Das kommt am 12. Juli.
Und der aktuelle Titel ist irgendwie für mich die perfekte Mischung zwischen Pop und HipHop – „Cross Me“ macht Ed Sheeran ja zusammen mit Chance the rapper & PnB Rock.
Für mich ist das auch ein perfekter Wochenendtitel. Chillig, aber auch passend, wenn man abends mit Freunden noch feiert und ein paar Bierchen trinkt.


Mine - Einfach so

Sinah: "Wenn du dich fragst: „Wie kriegt sie das hin?“ Und man dir sagt: „Du kriegst das niemals hin“ Dann sag es dir. Sag nicht zu viel. Zwei Worte mit Stil: Einfach So." Das ist meine Lieblingszeile aus diesem Lied. Ja - wer hier runterscrollt, sieht, dass ich einen Titel von Mine schon mal als Meine Nummer Eins hatte - aber ihr Album "Klebstoff" klebt mir tatsächlich schon seit Wochen in den Ohren. Die Texte, der Sound - für mich Positivität pur und das mit einfach genialen Texten. Sehr sympathisch, die Frau. Einfach so!

Mark Ronson, Lykke Li - Late Night Feelings

Dania: Das Lied, was mir diese Woche viel in den Ohren und im Kopf rumgeschwirrt ist, ist eins, was komplett zum Wochenende passt. Der König des Funk steckt dahinter – Mark Ronson. Der hat ja schon was mit Amy Winehouse gemacht, grade ist er mit Miley Cyrus erfolgreich. Für seinen neuen Titel „Late Night Feelings“ hat er sich die schwedische Sängerin Lykke Li dazugeholt, die wir ja auch bestens aus dem besten Mix kennen. Und die beiden zusammen haben einen genialen Wochenend-Soundtrack zusammengeschustert. Egal ob chillen mit Freunden oder abends feiern gehen – der Titel passt auf jeden Fall. Und bleibt im Ohr.

Fynn Kliemann - Zuhause

Sinah: Das Lied ist schon ziemlich alt und ich habe es seit Monaten immer wieder im Sinn für diese Liste, jetzt habe ich es einfach mal draufgepackt. Fynn Kliemann gefällt mir, weil er unbeschwert, naiv-ehrlich und unkompliziert ist. Zumindest erscheint er so, wenn man sich seine YouTube-Videos anguckt. "Zuhause" ist nur eines von vielen großartigen Liedern auf seinem Album "nie" und deshalb zurecht in dieser Liste.

Seeed - Ticket

Dania: Es ist der erste Song seit sieben Jahren – seit ein paar Wochen ist er jetzt da. Seeed hat den Titel „Ticket“ rausgehauen. Um die Band war es ja super still geworden, nachdem letztes Jahr im Mai einer der Sänger, Demba Nabé, gestorben war. Aber damals hatten sie ja schon versichert: Wir machen weiter.
Dieses Versprechen lösen sie mit Ticket ein. Und wie. Obwohl der Song anders ist als die Partykracher von Seeed, die wir alle kennen, hat er seinen ganz eigenen Charme. Ich mag den Sound, der schon total auf Sommer und Chilli-willi einstimmt. Der Song hat was Melancholisches, aber auch wieder Gitarren und starke Bläser am Start. Wenn ihr könnt, macht einfach die Augen zu und lasst den Song einfach wirken. Übrigens: Ein neues Album ist noch für dieses Jahr angekündigt.

The Weeknd, SZA, Travis Scott - Power is Power

Dania: Für mich hat sich ein Traum erfüllt: SZA, die Sängerin, die ich ja schon mal bei meiner „Nummer Eins“ hatte; sie hat einen Song über meine Lieblingsserie gemacht. Über Game of Thrones. SZA hat sich Travis Scott und The Weeknd ins Boot geholt und den Song „Power is Power“ gemacht.
Der Titel gehört zu einem Album, auf dem nur von Game of Thrones inspirierte Musik drauf ist. Das gibt’s zu Ehren der erfolgreichsten Serie der Welt, weil die ja zu Ende geht und aktuell in der letzten Staffel steckt.
Die Musik passt total zur Serie – wirkt düster, kalt und mystisch und hat echt mega Power. Für mich der beste Sound, um runter zu kommen.
Und der Text ist auch für Nicht-Game of Thrones-Fans genial. Verkürzt gesagt: Zieht einfach euer Ding durch, auch wenn euch richtig Gegenwind entgegenschlägt.
Und wenn ihr Fans seid, achtet auf den Text – da geht’s meiner Meinung nach auf jeden Fall um Jon Snow und Daenerys Targaryen. ;-)


Aya Nakamura - Djadja

Sinah / Ben Zolinski: Am 26.4.2019 war SCP-Kicker Ben Zolinski bei Radio Hochstift zu Gast, es war mir eine Ehre und hat wirklich Spaß gemacht. Auch mal schön, nicht alleine im Studio zu stehen. Zur Feier des Tages habe ich deshalb meine Nummer Eins einfach an ihn abgetreten. Er hat uns dann erzählt, dass die Jungs vom SCP seit Wochen immer einen Titel in der Kabine hören, zu dem sie richtig abgehen. Und das ist in dieser Woche "Meine Nummer Eins" - und zwar die von Ben Zolinski: "Djadja" von Aya Nakamura.

Mine - 90 Grad

Sinah: Ihre Musik wurde mal so beschrieben: "Brillen-Game on point wie Elton John, Songs so catchy wie ein Wide Receiver und Texte, die genau den schmalen Grat zwischen „zu plakativ“ und „zu unverständlich“ treffen, der Texte eben zu etwas ganz Besonderem macht." Besser hätte ich es auch nicht formulieren können. Mine ist eine deutsche Künstlerin, die ziemlich coole Texte schreibt. Vor kurzem ist ihr Album "Klebstoff" rausgekommen und im Mai geht sie auch auf Tour. Ein Titel auf ihrer neuen Platte finde ich besonders toll, weil er für mich irgendwie für positives Denken steht - wovon ich ein großer Freund bin. Es bringt nämlich nix, sich immer nur zu beschweren. Wenn einen etwas plagt, dann muss man auch handeln - vielleicht hilft da ein Perspektivwechsel, einfach mal den Kopf um 90 Grad drehen.

Tim Freitag - Tip Toe

Dania: Tim Freitag ist eine Band aus Zürich: Fünf Jungs, die ganz tief in die emotionale Kiste greifen. Und da stehe ich ja voll drauf. Mehr als 1,3 Millionen Streams bei Spotify können auch nicht lügen. Und besonders mag ich die ganz neue Single „Tip Toe“. Die Melodie, der Sound packt mich einfach; das hat für mich sowas von Hymne. Vielleicht macht‘s die Orgel, die da im Hintergrund mitschwingt. ;-) Für mich tragisch schön und inhaltlich auch super emotional: „Tip Toe“ erzählt von zwei Menschen, die so voneinander abhängig sind, dass sie daran kaputt gehen. Und es nicht mehr ändern können.

Billie Eilish - Bad Guy

Sinah: Momentan gibt es eine Frau, die musikalisch überall total durch die Decke geht und das obwohl sie Musik macht, die man vielleicht ein zweites Mal hören muss, um drauf kleben zu bleiben. Es geht um Billie Eilish - eine 1,61 Meter große, gerade einmal 17-jährige Singer-/Songwriterin aus den USA. Die Frau hatte im Oktober 2017 noch 275.000 Instagram-Follower. Ein Jahr später waren es schon über sechs Millionen, Stand April 2019: mehr als 16 Millionen. Das nenn ich steile Karriere. Der Sound ist außergewöhnlich und genau deshalb mag ich ihn auch. Bad Guy von Billie Eilish - meine Nummer Eins.

Giant Rooks - Wild Stare

Sinah: Im Mai 2018 hatte ich diese Band schon als Livegast im Radio Hochstift-Studio. Damals waren sie noch ein bisschen nervös (mein Eindruck ;-)), mittlerweile sind sie schon Vollprofis. Damals hatten wir mit ihnen kurz vor ihrem Auftritt auf dem Orange Blossom Festival in Beverungen gesprochen, da sind die Jungs als Kinder schon rumgelaufen, im letztes Jahr standen sie dann im Line Up. In der Zwischenzeit ist viel passiert, Giant Rooks waren Vorband von Annenmaykantereit, geben Interviews am laufenden Band und werden in den Streamingdiensten rauf und runter gespielt. Den Titel "Wild Stare" haben sie Ende 2018 rausgebracht, großartige Nummer- definitiv ein Orhwurm.

Nasty Cherry - Win

Sinah: Wenn man zufällig irgendeinen Titel hört und man ihn unbewusst immer wieder anmacht und irgendwann auf Dauerschleife hört, dann ist das offensichtlich ein Ohrwurm. So gings mir mit der Mädchen-Band Nasty Cherry. Die haben vor ein paar Tagen „Win“ rausgebracht. Die Band besteht aus vier Mädels aus Los Angeles, die machen schon länger Musik, aber das ist jetzt ihre offizielle Debüt-Single. Die hat ein interessantes Cover, ehrlich gesagt: Da sind die Oberkörper der Frauen zu sehen, nackt und sie halten sich gegenseitig die Hände vor die Brüste der anderen. Also man sieht nix, aber genug auf jeden Fall :-P. Ich schwöre aber: Ich habe zuerst das Lied gehört und bin deshalb darauf hängen geblieben, obwohl die Frauen schon sehr nett anzusehen sind, da kann man auch nix gegen sagen ;-). Meine Nummer Eins an diesem Freitag: Nasty Cherry mit Win.

Chefboss und Bosse - Kein Geld der Welt

Dania: Mucke, die sowohl bei 40 Grad auf‘m Dancefloor geht, als auch bei 20 Grad am See auf‘m Handtuch – die lieb ich. Und da habe ich jetzt grade wieder was Frisches entdeckt. Kommt von Chefboss, das sind zwei super geniale Frauen aus Hamburg – die beweisen, dass Dancehall auch auf Deutsch geht. Und dazu kommt Bosse. Der gemeinsame Titel heißt „Kein Geld der Welt“. Gefällt mir auch vom Text her sehr gut, denn es geht um die kleinen wichtigen Dinge im Leben. Da sollte man sich immer wieder vor Augen führen, wie wichtig die sind. Und das Geld und Fame da manchmal in den Hintergrund rücken. Mein Lieblings-Ohrwurm diese Woche.

Gurr - She Says

Dania: Mein Ohrwurm diese Woche trotzt den Ankündigungen von Schnee am Montag. Wenn ich den Titel höre, dann bekomme ich beim Hören das Gefühl im Paderquellgebiet zu sein – auf ner Decke zu liegen, ein Radler zu trinken und in den blauen Himmel zu schauen. Für mich der perfekte Titel, um Richtung Frühling durchzustarten. Die zwei Mädels von Gurr haben auch so Stimmen, in die man sich einfach „reinlegen“ kann. "She Says" ist irgendwie aber auch mit Ecken und Kanten – für mich klingt genau so Indie-Sound. Und das allergeilste an der Sache ist: Die Mädels treten dieses Jahr noch in Paderborn auf, nämlich beim Wintergrün Festival am Lippesee am 29./30. Juni.

2Raumwohnung - Ich und Elaine

Sinah: Freunde sind die Familie, die man sich aussuchen kann, und deshalb sollte man gute Freundschaften auch ganz zwingend pflegen. Das heißt nicht, dass man sich jeden Tag sehen muss oder jeden Tag alle fünf Minuten miteinander kommunizieren muss, aber aufrichtiges Interesse an den Freunden ist ein ganz wichtiger Baustein, finde ich. Deshalb ist dieses Lied eines meiner absoluten Lieblingslieder. Es erinnert mich immer beim Hören an meine Freundinnen und am liebsten möchte ich dann sofort zum Telefon greifen und mich mit ihnen verabreden. Deshalb ist "Ich und Elaine", auch wenn es diesmal ein älterer Titel ist, meine Nummer Eins in dieser Runde.

Bruno Mars & Cardi B - Please Me

Dania: Manche Künstler finden sich einfach und alles was danach kommt ist einfach gut. So ein Paar sind Bruno Mars und Rapperin Cardi B. Der erste gemeinsame Track, Finesse, war schon genau mein Fall – und jetzt haben die Beiden nachgelegt. Einen sehr coolen Rap-R&B-Titel, der mir nicht mehr aus dem Kopf geht und definitiv meine Nummer Eins diese Woche ist. Please me heißt das Ding, ist sehr verführerisch und sexy. Nicht nur durch den flirty Text, sondern auch durch die Beats.

KitschKrieg feat. Cro, AnnenMayKantereit & Trettmann - 5 Minuten

Sinah: Ich mache mich sicherlich unbeliebt, wenn ich zugebe, dass ich rein gar nichts von diesem Autotune-Mist im Deutsch-Rap halte. Ich persönlich denke dann immer: Rapper, die das brauchen,können es vielleicht einfach nicht richtig. Aber gut, diesem einen Titel verzeihe ich das. Ungewöhnliche Kombination: Cro, Annenmaykantereit und Trettmann in einem Boot, funktioniert aber hervorragend. Bisschen traurig der Titel, aber der Beat ist total entspannt und irgendwie macht das was mit dem Text. Ich mag das Lied irgendwie, deshalb meine Nummer Eins.

Oasis - Wonderwall

Dania: Ausnahmsweise mal kein neuer Titel diese Woche. Aber es ist einfach einer, den ich gern mit euch teilen möchte. Ich hab ja kürzlich geheiratet und das ist "unser" Song. Er hat einfach eine sehr große Bedeutung für uns. Deshalb diese Woche mal ein älterer Song - aber trotzdem genial.

Florence and the Machine - Moderation

Sinah: Es waren nur wenige Sekunden, die erste Zeile "Regrets collect like old friends" hatte schon gereicht und Florence and the Machine hatten mich 2011, damals mit dem Titel "Shake it out". Seitdem bin ich Fan der Band und der charismatischen Frontsängerin Florence. Ich könnte mir stundenlang Videos von Konzertmitschnitten angucken, einfach weil diese Frau eine so unfassbare Stimme hat, die live genauso perfekt wie im Studio. Im Januar 2019 haben Florence and the Machine einen neuen Titel rausgebracht - und was soll ich sagen: Ich bin ihm schon nach den ersten Sekunden verfallen. "Moderation" - meine Nummer Eins.

Terror Jr - Pretty

Sinah: Halleluja, es gibt tatsächlich noch Künstler, die sich bei ihren Texten etwas denken. Das US-Pop-Duo "Terror Jr" sind solche Künstler. Schon mit ihrem letzten Song "Heaven Wasn’t Made For Me" bezogen Terror Jr deutlich Stellung, im Januar 2019 hat die Band ihren neuen Song "Pretty" veröffentlicht und zeigt wieder, dass sie nicht nur verdammt gut klingt, sondern sich auch aktiv in gesellschaftliche Debatten einmischt. In "Heaven Wasn’t Made For Me" ging's noch um Frauenrechte und Drogenmissbrauch, in "Pretty" geht's um die gesellschaftliche Obsession mit Jugend, Schönheit und Konsum.
"They don't wanna hear me shout / Took a pill for my doubts / Breathe in, breathe out / Nothing in my eyes so I smile with my mouth", singt Frontfrau Lisa Vitale über einen süßen Electro-Pop-Beat, wie wir unsere emotionale Leere mit Pillen überspielen – und wenn nichts mehr hilft, kann man sich ja immer noch mit teurer Kleidung, Champagner und einer kleinen Schönheits-OP wieder nach vorn bringen. "Pretty" - cooler Sound, intelligenter Text.


James Morrison feat. Joss Stone - My Love Goes On

Dania: Als ich diese Neuigkeit gehört habe, hab‘ ich das Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht bekommen. James Morrison kann ich immer hören, egal welchen Song. Und er hat jetzt eine neue Single am Start – heißt My love goes on. Allein das ist schon geil, noch besser ist allerdings, dass es ein Duett ist mit Joss Stone – die ich auch super genial finde und die für meinen Geschmack viel zu wenig macht. Übrigens: Das neue Album von James kommt auch bald, nämlich im März. Absolut hit-tauglich.



Blur - Song 2

Sinah: Normalerweise schauen Dania und ich hier, dass wir euch hier unsere Ohrwürmer vorstellen, die gerade aktuell oder neu herausgekommen sind. Manchmal ist es aber so, dass man alte Titel ja irgendwie neu für sich entdeckt und so geht es mir mit "Song 2" von Blur in regelmäßigen Abständen immer wieder. Für mich passt dieser Titel in absolut jede Lebenslage, ob es etwas zu feiern gibt oder man sich gerade richtig aufregt. Aber vor allem dann kann ich den Song wärmstens empfehlen. Wenn ihr gerade das Gefühl habt, dass alles richtig mies läuft, dass euch alles über den Kopf wächst, dann schmeißt "Song 2" an und dreht auf, bis die Boxen nicht mehr können.



Robbie Williams - I Just Want People To Like Me

Dania: Robbie Williams hat lange genug auf der musikalischen faulen Haut gelegen. Finde ich. Deshalb hab ich geschaut, was so Neues von ihm kommt. Und was hab ich entdeckt: Meinen Ohrwurm, den ich in der ersten Woche des Jahres 2019 hatte und habe. Ist auf dem neuen Album „Under The Radar“ (VÖ: 14.02.2019) – darauf veröffentlicht Robbie Sammlungen von Tracks, die es bisher auf kein Album geschafft haben, die er seinen Fans aber trotzdem nicht vorenthalten möchte. Die erste Single daraus ist „I Just Want People To Like Me”. Cooler Titel zum Nebenbeihören und laut mitsingen.



John Legend - What Christmas Means To Me

Dania: Na, was wird diese Woche wohl Meine Nummer Eins? Am 21. Dezember ist das für mich völlig klar: Ein Weihnachtslied. Auch wenn das Wetter nicht mitspielt, höre ich in der Adventszeit super gerne Weihnachtslieder. Und da fügte es sich jetzt dieses Jahr sehr gut für mich, dass einer der besten Sänger der Welt - nämlich John Legend – ein Weihnachtsalbum rausgebracht hat. Und dann hat er darauf auch noch den genialen Song What christmas means to me gecovert. Erstmals hat den Stevie Wonder gesungen in den 60ern-
und Stevie spielt in dem Song von John Legend sogar die Mundharmonika. Hinzu kommt der Text: Da geht’s nämlich darum, dass Geschenke nicht wichtig sind, sondern dass man sich an Weihnachten irgendwie immer wieder wie ein Kind fühlt und einfach mal die Welt und das Leben genießen sollte. Frohe Weihnachten, ihr Lieben!



Dermot Kennedy - A Closeness

Dania: Ich bin Irland-Fan. Und deshalb höre ich bei Musikern aus Irland immer noch ein bisschen genauer hin. ;-) Dermot Kennedy hat eine Stimme, die im Gedächtnis bleibt und die - zumindest bei mir - für Gänsehaut sorgt. Ich wollte seinen neuen Song "Power over me" hören, den finde ich auch ganz okay, bin dann aber bei einem etwas älteren Song hängengeblieben. "A Closeness" geht total unter die Haut. Genießt das Zuhören.


Ice Cube - That New Funkadelic

Sinah: Ice Cube ist durchaus so etwas wie eine Legende, er war viel in Film und Fernsehen unterwegs. Zuletzt machte er Schlagzeilen mit der Nachricht, dass er die Kultshow "Celebrity Death Match" wieder zurückholen will. Am 7. Dezember 2018 hat er nach vielen Jahren mal wieder ein Album rausgebracht. Es heißt "Everythangs corrupt" und ist stellenweise sehr politisch - wie die erste Singleauskopplung "Arrest the president", in der es natürlich um Donald Trump geht. Die zweite Single, die kurz vor dem Album-Release rauskam ist zwar weniger politisch, sie gefällt mir aber wegen ihres Sounds trotzdem sehr gut. Sie klingt oldschool, aber die Art oldschool, die immer noch zeitlos cool ist. Meine Nummer Eins: "That New Funkadelic" von Ice Cube.


Anne-Marie - Perfect to me

Dania: Manche Songs höre ich einfach gern, nicht weil ich den Beat so genial finde, sondern weil mir einfach nur die Stimme des Künstlers gefällt und vor allem die Message des Songs. Und so geht’s mir bei meiner Nummer Eins diese Woche von Anne-Marie. Perfect to me ist zwar schon zwei, drei Wochen draußen – aber ist seitdem auch nicht aus meiner Playlist wegzudenken. Denn: Sie feiert in dem Song Unvollkommenheit. Und sagt: Wir müssen nicht perfekt sein. Müssen nicht dünn sein, nicht klug, nicht erfolgreich. Und wenn – dann nur weil WIR selber das perfekt finden und nicht irgendwer anders. Mir selber fällt es oft schwer, dass genau so zu sehen, deswegen hab ich Respekt vor Anne-Marie – das sie da so klug und stark ist. Denn es ist eine wichtige Erkenntnis, nicht immer perfekt sein zu müssen. Mein Ohrwurm diese Woche: Perfect to me von Anne-Marie.


Filous - Bicycle feat. klei

Sinah: Filous kennt ihr aus dem besten Mix bei Radio Hochstift schon und zwar von "How hard I try", ist auch schon wieder drei Jahre her, dass der Titel rauskam. Jetzt im Herbst hat der gerade einmal 21-Jährige einen Titel rausgebracht, den ich sehr mag und der in letzter Zeit ganz oft auf Repeat stand bei mir. Nämlich "Bicycle", eine Kollaboration mit Klei, eine Sängerin aus England. Die ist noch relativ unbekannt, hat aber, wie ich finde, eine total schöne, warme Stimme - einer von vielen Gründen, warum der Titel dieses Mal Meine Nummer Eins ist.


Little Dragon - Lover Chanting

Dania: Seit genau einer Woche ist ein Song draußen, der mich diese Woche immer wieder runter gebracht hat. Also, wenn ihr auch mal ab und zu einen Track braucht, der euer Stresslevel dramatisch senkt – dann ist meine Nummer Eins diese Woche definitiv was für euch. Lover Chanting von Little Dragon ist das. Die Band kommt aus Schweden – in Skandinavien sind die Vier schon längst Stars. Auf jeden Fall ist der Titel irgendwo so Synthie-Pop mit Groove ohne Ende – und dementsprechend voll was für mich. Außerdem überzeugt mich die Botschaft, die die Band vermitteln möchte: Tanzt und singt! Und zwar für Frieden und Einheit in einer Welt des Wahnsinns. Und hier kommt meine Nummer Eins diese Woche: Lover Chanting von Little Dragon. Voll was zum Fallenlassen und davonschweben!

Naked Cameo - Luddite

Sinah: Meine Nummer Eins ist zugegebenermaßen nicht ganz neu, genauer gesagt geht es um einen Titel aus dem Jahr 2017. Da hat die Band "Naked Cameo" den Titel "Luddite" (Maschinenstürmer) herausgebracht. Der Song war kein Chart- aber ein Streaminglisten-Stürmer. Ich bin leider erst recht spät drauf gestoßen, dafür habe ich mich aber sofort in ihn verliebt. Tagelang ging er mir nicht mehr aus dem Kopf - ein echter Ohrwurm. Auf Youtube stehen unter den Videos (zugegeben: So viele Videos sind's noch nicht) der Band Kommentare, wie: "Kurz nach Naked Cameo gegoogelt, um zu sehen, aus welchem US-Bundesstaat die Band wohl kommen mag. Und dann meint Google, dass ihr aus Österreich seid - wie geil ist das denn?" Ja, ziemlich geil, sage ich. Es zeigt nämlich, dass guter Sound mitnichten nur aus Amerika kommt. Und der Sound von Naked Cameo gefällt mir persönlich extrem gut.

Lady Gaga & Bradley Cooper - Shallow

Dania: Ich hab mir für kommende Woche fest was vorgenommen. Ich muss ins Kino und mir den Film mit Lady Gaga reinziehen. Denn der Soundtrack hat mich sowas von umgehauen. Gefühl hoch tausend sag ich euch! Der Film heißt „A Star is born“ und die Hauptrollen spielen eben Lady Gaga und Bradley Cooper. Der Schauspieler sieht nämlich nicht nur wahnsinnig gut aus, sondern hat auch eine Hammerstimme. Ein Duett der Beiden in dem Film, und der erste Song der aus dem Soundtrack ausgekoppelt wurde, heißt Shallow. Eine wunderschöne Ballade. Nicht nur, dass die beiden den Song megamäßig gut singen – nein – der Text haut mich auch um. Denn an einer Stelle fragt er sie: „Bist du wirklich glücklich in dieser modernen Welt? Oder brauchst du mehr?“ Und wenn wir mal ehrlich sind, dann fragen wir uns das doch alle mal, oder?! Bradley Cooper und Lady Gaga aus dem Film „A Star is born“ mit Shallow. Momentan auch in den Top 10 der deutschen Charts und meine Nummer Eins diese Woche.


Nina Chuba - My Time

Sinah: In ihrem Instagram-Profil steht nur "derbe nett" und "Ich mach Musik und Film und so". Viel ist über die Künstlerin, die Selena Gomez verteufelt ähnlich sieht, nicht bekannt. Ich weiß nur, dass sie ziemlich coole Musik macht. Der Beat und die Melodie von "My Time" erinnert mich irgendwie ganz leicht an Paul Kalkbrenners "Aaron" und gefällt mir allein deshalb schon. Dazu die Samtstimme von Nina Chuba und die Entspannung ist perfekt. Großartiger Titel, finde ich.


Annenmaykantereit - Ich geh heut nicht mehr tanzen

Sinah: Es gibt so Leute, die drehen freitags erst richtig auf. Die schütteln die Arbeitswoche ab und gehen am Wochenende feiern, einen Tag danach wahrscheinlich noch klettern, turnen und machen vielleicht noch Bungee Jumping oder was auch immer. Ich muss ganz ehrlich sagen: Wenn ich freitags nach Hause komme, rufen nicht meine Tanzschuhe ganz laut, sondern Sofa, Bett und Netflix. Deshalb diesmal meine Nummer Eins: "Ich geh heut nicht mehr tanzen" von Annenmaykantereit.

SZA & Calvin Harris - The Weekend (Funk Wav Remix)

Dania: Für mich waren und sind Frauen, die Hip-Hop/R’n’B machen einfach genial. Erstens sind das meistens starke Frauen, weil sie sich in einer Männer-Domäne, die der Hip Hop-Bereich nach wie vor ist, durchsetzen müssen. Und zweitens hat diese Musik auf mich immer eine sehr gechillte Wirkung. Lauryn Hill, Lil‘ Kim, Missy Elliot – sind so Größen in der Szene. Und weil ich diese Woche irgendwie mega viel Stress hatte, brauchte ich zwischendurch mal eine Ladung Entspannung. Da hab ich SZA wieder mal rausgeholt. Die 27-jährige kommt aus den USA. Calvin Harris hat sich den Song geschnappt und geremixt. Und wir sollten vor allem SZAs Stimme genießen, denn die Arme kämpft mit ihren Stimmbändern. Die sollen dauerhaft geschädigt sein, sodass es mit Musik machen vorbei sein könnte.

Pur - Beinah

Dania: Es gibt nur ganz wenige Lieder, bei denen ich wirklich immer, wenn ich sie höre, Gänsehaut bekomme. Und eins davon ist Abenteuerland von Pur. Und ich hab sehr lange gewartet, war geduldig – jetzt haben sie endlich ein neues Album draußen. Einige sagen es ist nicht der große Wurf – auch Pur-Fans. Ich finde: Klar ist es kein „Abenteuerland“ – die Platte ist eine der besten deutschsprachigen Alben die es gibt. Aber das neue Album „Zwischen den Welten“ ist eine gefühlige Sache. Und was immer für Pur spricht ist aus meiner Sicht der Zusammenhalt in der Band und die Stimme von Hartmut Engler. Wenn ich die höre, dann fühle ich mich immer wie in Watte gepackt. So als könnte mir keiner was anhaben. Außerdem kommen die Texte alle aus seinem Inneren – da steckt kein Songwriter-Konglomerat dahinter, sondern nur Hartmut Engler. Und das hört man. Vor allem beim Song "Beinah".

Panic! At The Disco - High Hopes

Sinah: Panic! At The Disco ist eine Band, die ich irgendwie lieben gelernt habe. Ich wusste lange nicht, wohin ich die Jungs aus Las Vegas stecken soll. Mal sind die eher rockiger, mal poppig unterwegs, aber die Stimme von Frontsänger Brendon Urie ist definitiv immer der Knaller. Der aktuelle Titel der Band begleitet mich schon den ganzen Sommer, immer wieder habe ich den im Ohr und deshalb habe ich mich, wenn auch ein bisschen spät, diese Woche dazu entschlossen, ihn auszuwählen bei: Meine Nummer Eins.

Purple Disco Machine - Dished (Male Stripper)

Dania: Es gibt ja so Künstler, die kommen aus Deutschland, sind aber in anderen Ländern bekannter als hierzulande. Purple Disco Machine, ein DJ aus Dresden, hat zum Beispiel einen neuen Track draußen – und den haben die in meinem Schottland-Urlaub im Radio wirklich 20 Mal pro Tag gespielt. Deshalb hatte ich den permanent im Ohr die letzten zwei Wochen - und deshalb ist der Titel diese Woche meine Nummer Eins. Aber Achtung: Ohrwurmalarm!


Metric - Now Or Never Now

Sinah: Diese Woche ist "Meine Nummer Eins" eine Gruppe, die mich, glaube ich, auf ewig mit Radio Hochstift verbinden wird. Als ich hier 2012 angefangen habe, hatte ich von "Metric" den ersten Ohrwurm. "Help I’m Alive" - der Titel war 2012 schon ein paar Jahre alt, ich fand ihn trotzdem total gut und höre ihn immer noch gerne. Das ist für mich auch perfekter Road-Trip-Sound. Genauso wie die ganz neue Single der kanadischen Band. Die heißt „Now Or Never Now“ und ist natürlich auch auf dem neuen Album „Art of Doubt“, das kommt am 21. September raus und ich bin mir relativ sicher, dass ich zugreifen werde.


Josh. - Cordula Grün

Sinah: Tatsächlich ist mir erst neulich beim flüchtigen Blick auf die Liste meiner "Einser" aufgefallen, dass sie alle aus dem deutschsprachigen Raum kommen. Ich muss gestehen, dass mich meine Lieblingsbands aus Großbritannien oder den USA aktuell wirklich ein bisschen hängen lassen. Umso stärker sind diesen Sommer einfach unsere Künstler, hier in Deutschland oder drum herum. Dieses Mal wähle ich einen Newcomer aus Österreich aus: "Josh.". Dort hat es seine Single "Cordula Grün" schon zum Sommerhit 2018 geschafft. Ganz so weit ist er in Deutschland noch nicht, aber er ist auf dem besten Weg dahin. Hier gilt der Titel so ein bisschen als Partyhit, mich erinnert er irgendwie ein bisschen an The Killers. Schaut euch zum Beispiel mal das Video von Cordula Grün an und danach das von den Killers zu "Mr. Brightside". Irgendwie ähnlich. ;-)

Ray Novacane - I Don't Wanna Be Like This

Dania: Ich bin diese Woche einer sehr genialen Band begegnet – nämlich Ray Novacane. Das ist eine Newcomer-Band aus Köln und die verbreiten einfach gute Stimmung. Ist einfach groovy und in die Stimme von Sängerin Rachel kann man sich echt reinlegen, die streichelt die Seele. Nicht nur deshalb waren die letztes Jahr auch als beste Newcomer für den popNRW-Preis nominiert.
Und bei dem Song, der diese Woche Meine Nummer Eins ist – da ist das Thema auch noch genial. Es geht um Chats bei Whatsapp und Co., die voll aus dem Ruder laufen. Jeder kennt's – beim Schreiben entstehen einfach Missverständnisse. Deshalb die Message in diesem Song: Sprecht mehr und schreibt weniger. Das werde ich zukünftig auch versuchen. ;-)

Bosse - Augen Zu Musik An

Sinah: Dieser Titel passt eigentlich perfekt zu dieser Seite. "Augen zu Musik an" von Bosse hat, glaube ich, gar kein tieferen Sinn, es beschreibt einfach nur dieses Gefühl im Körper, wenn die persönliche Lieblingsmusik angeht. Das ist bei mir ganz unterschiedlich. Die Situationen sind ganz unterschiedlich, aber eins verbindet sie alle: Egal, wo, egal, wann - wenn ich meinen Kopfhörer aufsetze und die Musik angeht, geht es mir besser. Wenn es etwas zu feiern gibt, wenn ich mich freue, wenn ich zu Tode betrübt bin und es mir schlecht geht, wenn ich mich einsam fühle, wenn ich alle meine Freunde um mich schare, wenn ich mit meinem Mann Zeit verbringe und wir herumalbern, immer dann ist die Musik an und es geht mir gut.

El Profesor - Bella Ciao (Hugel Remix)

Dania: Was soll ich sagen – es ist Freitag – seelisch bereiten wir uns alle schon aufs Wochenende vor. Und die Glücklichen unter uns, die nicht arbeiten müssen – können ordentlich feiern. Und der geilste Song zum Feiern ist momentan einfach Bella Ciao. Eigentlich schon seit Monaten gehen da ja die meisten Leute einfach übel zu ab auf der Tanzfläche. Und das ist der Grund warum der Titel diese Woche meine Nummer Eins ist: Einfach weil man dazu genial feiern kann.

Bilderbuch - Eine Nacht In Manila

Sinah: Es hat acht Sekunden gebraucht, da hatte Bilderbuch mich - und zwar mit dem Titel "Maschin" vor einigen Jahren. Ich hörte ihn nachts im Radio auf dem Weg in den Italien-Urlaub. Diese ersten acht Sekunden haben mich so in den Bann gezogen, der Sound, die Anmutung - seitdem war ich Fan von Bilderbuch. Die Texte sind, ehrlich gesagt, gewöhnungsbedürftig, aber irgendwie provokant, irgendwie cool. Und der Sound ist einfach etwas Besonderes. Im Juni hat die Band aus Österreich einen Titel herausgebracht, der mir seitdem in den Ohren liegt. Meine Nummer Eins aktuell und mein Sommerhit 2018 ist "Eine Nacht in Manila" von Bilderbuch.

Michael Patrick Kelly - Ét Voila

Dania: Das France-Pop auch großartig klingen kann beweist grade Michael Patrick Kelly mit seinem neuen Hit Ét Voila.
Schließlich kann er auch tatsächlich französisch sprechen – und zwar gut. Er war ja schließlich jahrelang in einem Kloster in Frankreich, weil er genug vom Medienrummel um seine Person hatte. Und damit kommen wir zu meinem Seelenstriptease: Ja, ich war sehr großer Kelly-Fan. Ich weiß, dass jetzt 50 Prozent von euch sagen: Ach, du Schande! Aber die anderen geben vielleicht zu: Jawoll, war ich auch. Für mich persönlich waren die Kellys meine Verbindung zu meiner großen Schwester, weil die auch Fan war und wir dann immer zusammen Musik gehört haben und auf Konzerte gegangen sind. Außerdem bin ich immer noch fest davon überzeugt, dass mein passables Englisch davon kam, dass ich mit 5,6 schon alle Kelly- Songs auswendig konnte. Übrigens ist Michael Patrick Kelly am 19. August in Detmold – mit mir und Kollegin Christina Hüllweg im Publikum selbstverständlich. Diese Woche meine Nummer Eins: Et Voila von Michael Patrick Kelly


Clueso - Du und Ich

Sinah: Wer mich kennt, der weiß, dass ich immer, wirklich immer zu spät komme. Das meine ich nicht böse, aber Zeitkalkulation ist einfach nicht mein Ding. Deshalb bin ich schon sehr lange Clueso-Fan. 2004 hat er nämlich mal einen Titel rausgebracht, der hieß "Wart mal" - Wortlaut: "Wart mal, du bist sowieso schon zu spät. Lass's lieber chillen." Es wurde meine Hymne.
Ich fand schon immer, dass Clueso eine außergewöhnliche Stimme hat. Und was ich vor allem an ihm mag: Er ist ein wirklich ehrlicher Musiker. Klar, mittlerweile kommerziell erfolgreich, aber trotzdem cool – Stichwort „WM-Hit“.
Sein neues Album „Handgepäck“, was am 24. August herauskommt, hat er auf Reisen selbst aufgenommen und produziert. Ganz einfach und minimalistisch. Die erste Single heißt „Du und ich“ und es geht darum, dass man manchmal das Gefühl hat, dass die Nachbarn mehr über einen wissen, als man selbst. Da sagt Clueso: Stimmt nicht, man kann den Leuten nur vor’n Kopp gucken.

Alle Farben, Kelvin Jones & YOUNOTUS - Only Thing We Know

Dania: Ich hab grade ein absolutes Lieblingslied hier bei RH – das ist diese Woche „Meine Nummer Eins”, die ich euch vorstellen möchte. Es klingt nach Sommertag und Sommernacht in einem.
Alle Farben hat den Track gemacht, hat sich das Berliner DJ-Duo Younotus dazugeholt und singen – das macht Kelvin Jones. Der hat mit "Call You Home" einen Hit gelandet.
Und die zusammen haben jetzt einen heißen Kandidaten auf den Sommerhit dieses Jahres geliefert. "Only Thing We Know“ handelt davon, dass man sich manchmal blind ins Abenteuer stürzen muss, egal was danach kommt. Einfach aus'm Bauch raus handeln und nicht jeden Schritt hundertmal überdenken. Ist für mich ganz persönlich immer wieder eine Motivation dieser Song – genau das zu tun.
Das fällt mir nämlich manchmal schwer einfach etwas zu wagen. Meistens sind mir die Risiken wichtiger und halten mich davon ab, Dinge zu tun. Deshalb meine Nummer Eins diese Woche: "Only thing we know" von Alle Farben, Yonotus und Kelvin Jones. - Dania