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Nachrichten aus Paderborn und Höxter

Windräder drehen trotz Schwarzstörchen

Vier Windräder in der Nähe von Lichtenau dürfen sich vorerst weiterdrehen – auch wenn dort streng geschützte Schwarzstörche brüten. Das NRW-Umweltministerium prüft noch, ob die Anlagen zeitweise stillstehen müssen. Damit fährt die Landesbehörde der Kreisverwaltung Paderborn ziemlich in die Parade.

Das Umweltministerium hat die beantragte Zwangspause für die Windräder erst mal auf Eis gelegt. Sie darf erst nach der Freigabe aus Düsseldorf beginnen. Der Kreis Paderborn will, dass vier Räder im Lichtenauer Windpark Hassel seit Montag stillstehen – und zwar von morgens früh bis spätabends. Denn ganz in der Nähe brütet ein Paar Schwarzstörche, mittlerweile sind drei Jungvögel geschlüpft. Die Elterntiere fliegen auf der Suche nach Nahrung oft zwischen den Windrädern durch. Laut Gutachter weichen sie den Rotoren nicht aus, dadurch bestehe für die Störche ein deutlich erhöhtes Tötungsrisiko. Landesweit gibt es noch etwa 110 Schwarzstorch-Brutpaare.