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Nachrichten aus Paderborn und Höxter

Zeugenaussagen zum mutmaßlichen Folterpaar

Nach einem munteren Beginn war der neunte Verhandlungstag im Prozess um das mutmaßliche Folterpaar am Nachmittag eher von Unterbrechungen geprägt. Zwei Zeugen sind vor dem Paderborner Landgericht nicht erschienen, wobei sich ein Zeuge ordnungsgemäß krank abgemeldet hatte. Das Verhalten eines weiteren geladenen Zeugen sorgte bei den Prozessbeteiligten dagegen für Stirnrunzeln. Der Bekannte des zweiten Todesopfers Susanne F. schickte dem Gericht ein Fax, dass er nicht als Zeuge, sondern als Nebenkläger auftreten wolle – schließlich sei er durch die ganze Geschichte auch geschädigt worden. Er habe durch den Kontakt zu Susanne F. ebenfalls einen psychischen Schaden davongetragen. Schon vormittags hatten Bosseborner Nachbarn ausgesagt. Sie erzählten von Gewalttätigkeiten und Drohungen der Angeklagten gegenüber Nachbarn. Die Polizei rief allerdings niemand.