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Tag der guten Nachrichten

Tag der guten Nachrichten

Hand mit aufgemaltem Smiley

Terroranschlag in Kabul, Buschfeuer in Australien und Tote bei einem Unfall - es gibt so viele schlechte Nachrichten in unseren News-Feeds. Und auch wir in der Redaktion haben oft Tage, an denen wir denken: Puh, das häuft sich hier gerade mit den negativen Ereignissen.

Ignorieren können wir sie natürlich nicht. Aber: Wir haben uns den 27.12. herausgegriffen, um an diesem Tag mal die guten Nachrichten hervorzuheben. Wir haben recherchiert und gesucht - und sind doch an vielen Ecken schnell fündig geworden.

Es gibt auch viele gute Nachrichten - und wir werden heute pro Nachrichtenausgabe mindestens eine davon berichten.



Laurenz hat überlebt

Vier Tafeln Schokolade wiegen etwa 400 Gramm. So wenig hat auch der kleine Laurenz gewogen, als er vor sieben Jahren zur Welt gekommen ist. Seine Mutter Annika war erst in der 25. Schwangerschaftswoche. Bei einer Geburt vor der 32. Schwangerschaftswoche sind bis zu 40 Prozent der Frühgeborenen von medizinischen Problemen betroffen. Sie sind weitaus häufiger von Infektionen betroffen und oft von Hirnblutungen betroffen.

Laurenz lag damals lange auf der Kinderintensivstation und kämpfte ums Überleben. Doch die gute Nachricht ist: Er hat es geschafft! Er ist sieben Jahre alt und führt tatsächlich ein normales Leben. Er geht in die Schule, spielt Fußball und hat keinerlei gesundheitliche Beeinträchtigungen. Ein großes Glück!

Vielen Dank für die Fotos an Mama Annika.


Spenden für die Kinderklinik

Die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin St. Louise in Paderborn benötigt auch Spenden, um eine gute Betreuung gewährleisten zu können. Ohne Spenden aus der Bevölkerung oder von Unternehmen wäre lediglich eine medizinisch notwendige Behandlung möglich. Eine kindgerechte und familienfreundliche Atmosphäre und Umgebung z.B. durch Dekoration oder Spielzeug würde dann wegfallen. Denn für solche Dinge sieht das Gesetz keine Mittel vor.

Nach den gesetzlichen Regelungen sind Patienten "medizinisch zweckmäßig und ausreichend" zu versorgen. Dafür erhalten Krankenhäuser finanzielle Mittel von den Krankenkassen (für die laufenden Personal- und Sachkosten) sowie vom Land (für den investiven Bereich). Doch insbesondere für Kinderkliniken reichen diese Gelder nicht aus, um kindgerechte Rahmenbedingungen zu schaffen und neben einer erstklassigen medizinischen Versorgung das so wichtige „Mehr“ anzubieten. Zusatzangebote wie Musik- oder Kunsttherapie, ein Spielzimmer oder der Besuch der Klinikclowns werden durch diese Mittel beispielsweise nicht finanziert.

Ein Projekt steht momentan ganz besonders im Fokus der Paderborner Kinderklinik. Die Frühgeborenen-Intensivstation muss neu gebaut werden.

Nach über 30 Jahren ihres Bestehens muss sie aus vielen Gründen zwingend modernisiert werden: die Kinder sind zu mehreren in einem Zimmer untergebracht, die Räumlichkeiten sind beengt und begrenzt und bieten keinen Platz für wichtige neue Räume (z.B. einen Aufenthaltsraum für Eltern), eine Unterbringung der Eltern beim Frühchen ist gar nicht möglich - und das in einer Zeit der emotionalen Achterbahn, in der die Eltern teilweise um das Leben ihrer Kinder bangen.

St. Louise betreut jedes Jahr rund 350 Frühchen. Als sogenanntes "Perinatalzentrum Level 1" darf das Krankenhaus selbst kleinste Frühgeborene versorgen.

Das ist das Spendenkonto:

Bank für Kirche und Caritas
IBAN: DE23 4726 0307 0011 1229 01

Im Verwendungszweck der Überweisung soll unbedingt der Hinweis "Spende" und ggf. das konkrete Spendenprojekt (z.B. Spende Frühchen) stehen.

Bei Rückfragen ist das euer Kontakt:

Annekathrin Kronsbein
Telefon: 05251/86-1421

Falls ihr Sachspenden abgeben möchtet, sagt unbedingt vorher bei der Kinderklinik Bescheid! Dann könnt ihr im Gespräch klären, ob diese Spende benötigt wird und wo noch etwas gebraucht wird.


Isabell wird kostenlos behandelt

Ein Beinbruch ist für Kinder in Deutschland auch nicht schön, aber heilt mit der richtigen medizinischen Behandlung in aller Regel komplikationslos ab. Anders bei Kindern in Krisengebieten: Ihnen drohen Infektionen und lebenslange Fehlstellungen. So auch bei der elfjährigen Isabell aus Angola, der ein Unfall im Alter von zwei Jahren immer noch zu schaffen macht.

2011 wurde Isabell schon einmal im St. Ansgar Krankenhaus Höxter operiert, um die schon entstandene Fehlstellung der Knochen so weit wie möglich zu korrigieren. Jetzt gab es wieder Komplikationen: eine eitrige Entzündung, die die Knochen komplett zu zerstören droht. Deshalb wird sie aktuell in Höxter ein zweites Mal behandelt. "Wir müssen jetzt erst die Infektion in den Griff bekommen, danach werden wir noch einmal operieren", erklärt ihr behandelnder Arzt und Chefarzt für Unfallchirurgie Frank Blömker.

Etwa vier Wochen lang wird Isabell für ihre Therapie auf der Kinderstation im St. Ansgar Krankenhaus bleiben, liebevoll umsorgt von den Pflegerinnen und unterstützt von vielen Puppen und Kuscheltieren, die das Heimweh und die Sehnsucht nach ihrer Familie etwas lindern sollen. Zuhause lebt Isabell mit ihren Eltern und neun Geschwistern zusammen.
"Angola ist eigentlich ein reiches Land, aber mit extremer Ungleichheit und gebeutelt von dreißig Jahren Bürgerkrieg. Es gibt keine gute dezentrale Gesundheitsversorgung und die medizinischen Leistungen sind stark abhängig vom Geldbeutel", erklärt Frank Blömker, der durch seine Auslandstätigkeit in Brasilien mit Isabell in ihrer Muttersprache Portugiesisch sprechen kann.

Im vergangenen Jahr hat er schon zwei Jungen aus Angola unfallchirurgisch versorgt. "Es ist immer nur medizinische Einzelfallhilfe, die wir leisten können. Aber was wir hier machen, ist richtig und wichtig. Das sehen wir, wenn wir anschließend Fotos von den Kindern aus ihrem Heimatland bekommen und feststellen, wie viel besser es ihnen geht", sagt Blömker.
Vermittelt werden die Kinder über das Friedensdorf International in Oberhausen. Die Organisation wurde 1967 als Bürgerinitiative gegründet, um den unschuldigsten Opfern aus Kriegs- und Krisengebieten zu helfen, und zwar durch schnelle und unbürokratische Hilfe.  

Seit vielen Jahren kommen Kinder von dort auch ans Klinikum Weser-Egge, um die medizinische Hilfe zu bekommen, die ihnen in ihren Heimatländern niemand gewähren kann. Außerdem spenden Mitarbeiter die Cent-Beträge ihrer Gehälter für das Friedensdorf. Dabei kommen jährlich zwischen 4000 und 5000 Euro zusammen.
Isabell wird zur Genesung nach ihrem Aufenthalt in Höxter insgesamt ein Jahr lang im Friedensdorf bleiben. Frank Blömker und sein Team begleiten sie in dieser Zeit durch regelmäßige Nachkontrollen.


Sackmuseum goes international

Leiter Ulrich Pieper ist glücklich. Das Nieheimer Sackmuseum kann einen tollen Erfolg verbuchen. Es ist in einen Reiseführer des renommierten Dumont-Verlages aufgenommen worden. „Schräge Museen – eine Reise zu den skurrilsten Sammlungen der Welt“ – so heißt das Ding.

Dass das Museum mal so bekannt wird, hätte vor 21 Jahren niemand in Nieheim gedacht. Damals hatte der Heimatverein gerade das Gebäude gekauft. Eigentlich sollte daraus ein klassisches Heimatmuseum werden, aber Ulrich Pieper hatte die Idee, daraus ein Sackmuseum zu machen. Gute Idee, denn pro Jahr besuchen bis zu 10.000 Leute das Sackmuseum.


Ehrenamtlich arbeiten: Eine gute Nachricht!

Bei den Maltesern Paderborn gibt es viele verschiedene ehrenamtliche Tätigkeiten, die mit unterschiedlichsten Begabungen ausgeführt werden können.

Auch im Kreis Höxter könnt ihr euch bei den Maltesern engagieren.

 


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